Erlebnis Yellowstone: Tipps & Eindrücke für 2025

18. Mai 2026

Was sehen wir von den Grand Tetons und Yellowstone?

Zugegeben, von den Grand Tetons nichts. Oder sind die Bergspitzen, die wir unterwegs zum und im Yellowstone sehen, vielleicht die der Grand Tetons? Wir werden es wohl nie erfahren. 

 

Nach einem guten Frühstück verlassen wir unser wirklich schönes Hotel in Idaho Falls. So ein großes Zimmer, vor allem mit Balkon, hatten wir bisher auf der ganzen Reise nicht. Die Aussicht direkt auf die Wasserfälle war grandios. Und die ungeplante Auszeit gestern in dieser schönen und verschlafenen Stadt hat wirklich gut getan. Und so starten wir erholt und voller Erwartungen in den Tag. Yellowstone Nationalpark soll unser Ziel sein. Aber wird es klappen?

 

Yellowstone steht seit unserer ersten Idee für diese Reise auf der Wunschliste. Ursprünglich waren sogar 2 Nächte in der Nähe geplant, damit wir ein wenig mehr Zeit dort haben. Aber die Preise sind exorbitant. Ob im Park oder drumherum…kein großer Unterschied. Und so haben wir unsere Pläne umgeworfen und mehr Zeit für den Roadtrip an sich geplant. Auch wenn das Yellowstone nicht gerecht wird, wir wollen wenigstens ein wenig bei der Durchfahrt sehen. Und genau diese Durchfahrt stand bis vor wenigen Tagen in den Sternen. Dafür müßen West- und Osteingang nicht nur auf sein, sondern die 14 Richtung Cody, unserem angedachten Übernachtungsziel, auch befahrbar. Die wurde bei  Maps immer noch als gesperrt angezeigt. Baustelle. 

 

Ein Blick auf die Nationalpark-App und die offizielle Seite von Wyoming, die die Straßenzustände anzeigt, lässt unser Herz höher schlagen. Die 14 nach Cody ist befahrbar und mittlerweile sind alle Zugänge zum Yellowstone Nationalpark geöffnet. Die Straßen sind ebenfalls befahrbar, also…let's go! Was wir allerdings auslassen werden: die spektakuläre Fahrt über den Beartooth-Highway. Das wäre eine alternative Route rüber nach Cody gewesen, aber die Fahrt würde viel zu lange dauern und, wie wir auch noch feststellen, der Pass ist noch gesperrt.

Schnell noch ein Hotel in Cody gebucht und wir sind unterwegs.

 

Zugegeben, es ist kühl. Wir wollen nicht kalt sagen, wäre aber nicht übertrieben bei gerade mal 4 Grad Celsius. Aber trocken, das ist gut. Und die Aussichten für heute gerade in und um Yellowstone ist auch nicht wirklich besser. Es wird kalt bleiben, wenn nicht sogar noch kälter. Der Yellowstone Nationalpark liegt nämlich auf einem riesigen Hochplateau und gehört zu den höchstgelegenen Nationalparks der USA. Genau deshalb kann das Wetter hier selbst im Hochsommer sehr wechselhaft sein. Yellowstone besitzt ein kühles Gebirgsklima und die Höhenlage sorgt dafür, dass die Temperaturen deutlich niedriger sind als in den umliegenden Bundesstaaten. Die meisten Straßen, Aussichtspunkte und Besucherzentren liegen zwischen 2.000 und 2.500 Metern.

Auch wenn der Südeingang des Yellowstone geöffnet ist, wir fahren nicht über die Grand Tetons rein, wie wir gestern noch vorgehabt haben. Quasi als Ersatz für den ausgefallenen Ausflug. Der Pass rüber nach Wyoming ist nicht wirklich freier wie die Tage vorher. Befahrbar, aber nicht ungefährlich. Und die Fahrt würde uns mehr Zeit kosten. Und die wollen wir lieber im Yellowstone Nationalpark verbringen. 

 

Wir nehmen die 20 raus aus Idaho Falls und sind ziemlich schnell wieder in den Bergen angelangt. Wunderschön ist es und der ein oder andere Fotostopp muss frierend einfach sein. Nach gut 2 Stunden fahren wir das erste Mal über die Grenze nach Montana und wir halten an einer Tankstelle in West Yellowstone. Hier bekommt man nicht nur guten Kaffee, sondern auch unser george soll noch einmal gefüttert werden für die Fahrt durch den nationalpark. Tankstellen gibt es dort wohl auch, aber wer weiss, wie teuer die sind... Und natürlich gibt es hier in der Tankstelle auch Souveniers. Und wir lieben es, nach einheimischen Spezialitäten zu suchen. Und werden fündig. Hier gibt es "Huckleberry"-Marmelade. Der Name hat aber nichts mit der berühmten Romanfigur von Mark Twain zu tun, nein. Der Name kommt von den "Huckleberries", so werden hier die wilden Blaubeeren genannt, wie man uns freundlich und lachend erklärt. Und ja, es schmeckt so phantastisch wie angepriesen!

 

Gut gestärkt geht es nun weiter auf der 20 die letzten wenigen Minuten zum Yellowstone Nationalpark. Wir halten vor dem West-Entrance und machen einige Bilder zur Erinnerung mit dem Schild, auf das wir so sehr gehofft haben. Dick eingemummelt, aber wahnsinnig glücklich. 

 

Es gibt Orte, von denen träumt man jahrelang. Orte, die man unzählige Male in Dokumentationen, auf Fotos oder in Reiseberichten gesehen hat. Und irgendwann kommt dieser eine Moment, an dem aus einem Traum endlich Realität wird. Für uns ist genau so ein Ort der Yellowstone Nationalpark.

Nach Tausenden von Meilen quer durch den Nordwesten der USA führt uns unsere Reise jetzt zu einem absoluten Highlight. Der Yellowstone Nationalpark ist nicht nur der älteste Nationalpark der USA, sondern auch der erste Nationalpark der Welt. Bereits 1872 wurde dieses Naturparadies unter Schutz gestellt. Mit einer Fläche von fast 9.000 Quadratkilometern erstreckt sich der Park überwiegend über Wyoming, reicht aber auch nach Montana und Idaho.

Berühmt ist Yellowstone vor allem für seine geothermischen Besonderheiten. Denn tief unter unseren Füße, bzw unter georges Reifen, befindet sich ein Supervulkan. Rund die Hälfte aller Geysire weltweit befindet sich hier. Der bekannteste ist der Old Faithful, der in regelmäßigen Abständen eine bis zu 50 Meter hohe Wasserfontäne in den Himmel schießt. Doch Yellowstone ist weit mehr als nur Geysire. Mit etwas Glück begegnet man Bisons, Elchen, Wapitis, Kojoten, Wölfen, Bären oder Weißkopfseeadlern.

Ein weiteres Highlight ist der Grand Canyon of the Yellowstone mit seinen Wasserfällen, die sich tief in die gelblich schimmernden Felsen gegraben haben. Übrigens verdankt der Nationalpark genau diesen Felsformationen seinen Namen.

 

Zum ersten Mal dürfen wir diesen Nationalpark selbst erleben. Für uns ein absoluter Gänsehautmoment, als wir realisieren: Wir sind wirklich hier!

 

Und es ist ein Bisonherde, was wir als Erstes erblicken. Wir halten auf einer der unzähligen Haltebuchten, die es hier im Park gibt. Ein Ranger weist uns den Weg zu den Tieren, die wir kurz aus dem Auto erblickt haben. Wir gehen vorsichtig ein Stück über die Wiese und verstecken uns hinter ein paar Sträuchern, um genug Abstand zu den imposanten Tieren zu halten. Wir haben ein Riesenglück, dass wir im Mai hier sind, denn es ist "Calving Season". Bisons bekommen ihre Jungen meist zwischen Mitte April und Ende Mai. Die Babies werden übrigens "Cinnamoms" genannt, weil ihr Fell an die Farbe von Zimt erinnert. und dann erblicken wir die Herde. Friedlich grasend, ein wunderschöner Anblick. Wir können uns kaum sattsehen. Und dann wird uns bei einem Seitenblick doch ein wenig mulmig. Keine 20 Meter entfern bewegt sich ein großer Bisons langsam durch das Gras auf dem Weg zu seiner Herde. Er hält kurz inne, schaut aus seinen freundlichen Augen zu uns herüber. Ob er uns bemerkt hat? Wir verhalten uns ganz ruhig und als er weitergeht, treten wir leise und ruhig den Rückzug an. Was ein Erlebnis.

 

Unser nächster Stopp ist Grand Prismatic Spring. Und hier merken wir, dass Yellowstone wohl mehr wie beliebt ist. Der Parkplatz ist wirklch rappelvoll. Aber wir haben Glück und bekommen einen Platz. Wir laugen über die angelegten Holzstege und sind beeindruckt, auch wenn wir vor lauter Nebel nicht soooo viel sehen können. Aber immer, wenn sich der Nebel verzieht, können wir einen Blick auf diese imposanten heißen Quellen erhaschen. Da es so kalt ist, verwandelt sich der Dampf der Quellen natürlich in Nebel. Ganz normal. und uns stört es nicht, wir sind einfach glücklich, hier zu sein.

 

Wir fahren über gut ausgebaute weiter durch den Park und genießen die unglaubliche Natur, die wir sehen. Man kann nicht überall halten. Die Parkplätze sind teilweise überfüllt, aber wir wollen ja auch weiterkommen. Unser nächster Stopp: Old Faithful!

 

Der Old Faithful ist sicher die bekannteste Attraktion im Yellowstone und einer der berühmtesten Geysire der Welt. Seinen Namen erhielt er bereits im Jahr 1870, weil seine Ausbrüche regelmäßig und zuverlässig erfolgen.

Etwa alle 60 bis 110 Minuten schießt eine gewaltige Fontäne aus heißem Wasser und Dampf in die Höhe. Je nach Ausbruch erreicht sie 30 bis über 55 Meter und dauert zwischen eineinhalb und fünf Minuten. Dabei werden bis zu 30.000 Liter nahezu kochendes Wasser ausgestoßen.Möglich wird dieses Naturschauspiel durch den Supervulkan unter Yellowstone. Regen- und Schmelzwasser versickern tief im Boden, werden dort durch Magma erhitzt und schließlich mit enormem Druck wieder an die Oberfläche gepresst.Trotz seines Namens ist Old Faithful nicht sekundengenau. Die Ranger berechnen nach jedem Ausbruch anhand seiner Dauer den Zeitpunkt des nächsten. Diese Vorhersage ist meist auf etwa plus oder minus zehn Minuten genau. Und da wir noch ein wenig Zeit haben, vertreiben wir uns die Zeit im historischen Old Faithful Inn, eine der größten Blockhäuser der Welt und fungiert nicht nur als Lodge und Souveniershop, sondern auch als Hotel. 2 Sterne, wie wir finden astronomische Preise, aber fast immer ausgebucht. Spaßenshalber haben wir heute Morgen nach einem Zimmer geschaut: fast 400 $ für eine Nacht. Ohne Frühstück. Und das vor Memorial Day.

 

Rund um den Geysir führen Holzstege sicher durch das Thermalgebiet und bieten beste Ausblicke.  Wir sichern uns in Eiseskälte einen Platz und warten auf den Geysir, der als Wahrzeichen für den Yellowstone steht. Und schneller wie erwartet ist der ganze Spuk auch wieder vorbei. Wir konnten ein wenig erkennen, denn wenn heisses Wasser auf Kälte trifft entsteht..genau, Nebel!

Wir sind trotzdem beeindruckt und setzen unseren Weg fort Richtung Yellostone Lake. Unterwegs machen wir einem kurzen Stopp an der Continental Divide. Die verläuft quer durch den Park und ist ein Hinweisschild wert. Hier also ist wieder einmal der Punkt, an dem das Wasser, wenn  man davor steht, nach links in den Atlantik fliesst und nach rechts in den Pazifik. Kennen wir schon aus New Mexico. Aber ein Erinnerungsfoto muss natürlich sein. Und es kommt eine Dame ganz aufgeregt auf uns zugelaufen, die unbedingt ein Foto von uns machen will. Da die Temperatur unmerklich etwas wärmer geworden ist, laufen wir nur in unseren Hoodie-Jacken herum. Und es sind unsere höchstperönlichen "The Geipels"-Jacken mit Logo und unserem Konterfei auf dem Rücken. Das findet die Dame so toll, dass sie uns direkt fotografieren muss. Irgendwie nett...

 

Wir befinden uns derzeit auf der Grand-Loop-Road, einer der Rundwege, die durch den Park führen. Und dieser hier führt uns direkt zum Yellowstone Lake. Mit einer Länge von rund 32 Kilometern, einer Breite von bis zu 24 Kilometern und einer maximalen Tiefe von etwa 120 Metern ist er der größte See im Yellowstone Nationalpark auf einer Höhe von etwa 2.357 Metern. Der See liegt direkt über dem Yellowstone-Supervulkan. Auf seinem Grund befinden sich heiße Quellen, Gasaustritte und hydrothermale Schlote, die das Wasser an einigen Stellen von unten erwärmen. Das erklärt die vielen Rauchsäulen, die auch am Ufer aufsteigen. Auch hier nur ein kurzer Fotostopp, bevor wir eigentlich Richtung Cody fahren wollen. 

 

Aber die Sonne kommt nun raus und bei einem Blick auf die Uhr stellen wir fest, dass es tatsächlich für uns noch recht früh am Tag ist. Also beschliessen wir, den kurzen Weg zum Grand Canyon of the Yellowstone  zu fahren. Und wir kommen wieder durch eine komplett andere Landschaft. Eben noch durch Wälder, fahren wir nun durch Hayden Valley entlang des Yellowstone River. Wunderschön ist es hier und am Fluß können wir aus der ferne Bisons beobachten, die langsam durch das Wasser waten. Und hinter der nächsten Kurve: STAU! Wir hatten es schon befürchtet, denn der Park ist voller, wie es auf den teils einsamen Straßen scheint. Aber ein Blick auf die Karte zeigt uns: kein Parkplatz, keine Attraktion in  der Nähe. Ein Unfall vielleicht? 

 

Als es langsam voran geht erkennen wir, warum der Stau entstanden ist. Ein Bär! Zwar entfernt zwischen den angrenzenden Bäumen, aber mit dem Fernglas gut auszumachen. Unglaublich! Und gut, daß handys und Kameras heutzutage mit einem guten Zoom ausgestattet sind. Thomas gelingt mit der Kamera ein perfekter Schnappschuss aus sicherer Entfernung. Für die Menschen, die dem Bär fast hinterherlaufen, haben wir kein Verständnis. Das arme Tier... und wenn dann was passiert, ist das geschrei wieder groß. Wir kennen das aus den Medien... Aber plötzlich taucht ein Ranger auf und weist die Menschen in die Schranken. Danke dafür. Der wunderschöne Bär trollt sich seines Weges und wir fahren langsam an den immer nochwartenden Autos vorbei.

 

Der Parkplatz am Grand Canyon ist nicht so voll wie befürchtet und wir machen den kurzen Spaziergang zum Aussichtspunkt an den Wasserfällen. Mittlerweile ist der Himmel blau und die Sonne strahlt. Sehr beeindruckend und ja, wir waren da. Aber wenn wir ehrlich sind: die Begegnung mit dem Bären stellt alles andere jetzt in den Schatten.

 

Auf dem Weg aus dem Park fahren wir durch weitere unglaubliche Landschaften, und leider sehen wir auch noch viele Nachwirkungen des Brandes im letzten Jahr. Aber das ist  Natur. Und wir erkennen, dass die natur sich Stück für Stück die Schönheit zurück holt, die der Brand genommen hat. Wir nehmen die East Entrance Road, die sich durch die Berge schlängelt. Wunderschön, auch wenn sich der Himel wieder zugezogen hat. Es sieht nach regen aus... Ja, so schnell geht das hier. Und dann trauen wir unseren Augen nicht: statt Regen setzen sich Schneeflocken auf die Windschutzscheibe! Herrje, es ist Mitte Mai! Also damit haben wir nicht gerechnet. Aber es gehört dazu.

 

Etwas wehmütig fahren wir durch das Tor und das war es mit unserem Tag im Yellowstone. Es war ein kurzer Einblick, der dem Park nicht gerecht wird. Wir werden wieder kommen, irgendwann! Denn um hier noch mehr zu sehen, dafür braucht es wenigstens 3 Tage. Besser noch eine ganze Woche, wenn man in jedes Eckchen fahren und auch die ein oder andere Wanderung machen möchte. Im Norden waren wir gar nicht, die Wege sind lang in dioesem wunderschönen Stückchen Natur.

 

Wie soll ich diesen Park beschreiben? Mir fällt kein Superlativ ein. Yellowstone IST das Superlativ der Nationalparks. Wir hatten Rehe, Bisons & Bären, Old Faithful, Blubberbecken mit und ohne Gestank, Wasserfälle, Seen, Wahnsinnsausblickw, Sonne, Wolken, Schnee und den ganzen Tag maximal 2 oder 3 Grad. Immerhin plus. Und es war uns egal. Yellowstone ist einfach unbeschreiblich. Es hat sich ein Traum erfüllt und von diesem tag werden wir noch lange zehren.

 

Wir gelangen auf die 16, die uns nun nach Cody bringt. Und kurz hinter dem Park sehen wir erneut einige Autos am Straßenrand. Und Menschen, die aufgeregt mit Kameras an ihren Wagen stehen. Das macht uns neugierig, denn das hat was zu bedeuten. Wir halten natürlich und ein junger Mann kommt auf uns zu. "Two bears, mummy and her baby..." flüstert er mir zu und zeigt mit dem Finger in Richtung des kleinen Flusses in der Ferne. "Enjoy this little wonder but please, stay here at your car..." meint er noch und in dem Moment sehen wir sie. Wie wunderschön... 

 

Bis Cody ist es zwar nicht mehr weit, aber wir fahren schon wieder durch Landschaften, die wir nicht erwartet haben und auch kaum beschreiben können. EIn flaches Tal zwischen den Bergen, die uns an die Berge in Utah erinnern. Zwischendrin Farmen, ein kleiner Ort. Und...immer wieder Schnee! Kurz vor Cody verwandelt der Schnee sich dann doch in Regen und als wir in den Ort fahren, kommt sogar wieder ein bißchen die Sonne raus. Was für ein verrückter Tag. Kalt, aber wunderschön. Bei Hitze und Sonnenschein kann ja jeder...

 

Wir erblicken "Arby's", ebenfalls eine Fastfood-Kette mit ganz gutem Essen. Wir merken, dass wir ziemlich hungrig sind. Irgendwie haben wir den ganzen Tag nur von ein paar Keksen unterwegs gelebt, wir hatten einfach keinen Hunger. Ok, wir hatten im Hotel gefrühstückt heute morgen, aber mittlerweile ist es Abend geworden. Also gönnen wir uns einen kleinen Snack, bevor wir ins Motel fahren.

 

Dass Wyoming zumindest in der Umgebung der Nationalparks nicht gerade günstig ist, was die Übernachtungspreise angeht, haben wir schon bei der Planung festgestellt. Hier, etwa 1 Stunde entfernt vom berühmten Yellowstone Nationalpark, zahlen wir im Kings Inn Cody (524 Yellowstone Avenue, Cody, WY 82414) "nur" noch 115€, mit Frühstück.

 

Das Motel hat gute Bewertungen, trotzdem sind wir etwas erschrocken, als wir die Lobby betreten. Uns erwarten ziemlich viele ausgestopfte wilde Tiere. Schön, aber lebendig würden wir sie viel schöner finden. Aber anscheinend gehört das zum Motto des Motels. Wenigstens werden wir sehr freundlich empfangen, das Zimmer ist nicht riesig, aber sauber. Einzig der Umstand, dass man direkt vor dem Waschbecken steht, wenn man die Tür öffnet, ist etwas gewöhnungsbedürftig. 

 

Ziemlich erschlagen von all den Eindrücken und Erlebnissen heute fallen wir auf unsere Betten und schlafen schnell ein. Vielleicht haben wir morgen früh Lust, den Ort noch ein wenig zu erkunden, bevor wir weiter nach South Dakota fahren. Vielleicht finden wir an der Grenze noch ein Schild, was uns auch in Wyoming willkommen heisst. Über die grenze sind wir nämlich im Yellowstone gefahren und hätten es fast nicht gemerkt, wenn nicht ein kleines Schild mit Aufschrift "State Line" darauf hingewiesen hätte.

 

 

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