31. Mai 2026
Wo ist nur die Zeit geblieben? Es geht nach Hause!
Nach vier unvergesslichen Wochen heißt es heute Abschied nehmen. Schweren Herzens verlassen wir die USA. Ein Land, das längst in unseren Herzen tief verankert ist.
4 Wochen, 12 Bundesstaaten, genau 10.227 gefahrene Kilometer, unzählige Erlebnisse und Erinnerungen liegen hinter uns. Und das Beste: Wir werden auf der gesamten Reise gerade einmal an fünf Tagen vom Regen begleitet. An allen anderen Tagen meint es das Wetter unglaublich gut mit uns.
Wir entdecken die wilde Pazifikküste, stehen zwischen den gigantischen Redwoods, erleben das bunte San Francisco, fahren über legendäre Highways, besuchen fünf State Capitols, sammeln neue Bundesstaaten für unsere persönliche USA-Karte und erleben mit dem Yellowstone National Park, den Badlands, Mount Rushmore und dem Olympic National Park einige der beeindruckendsten Landschaften Nordamerikas.
Wir genießen einsame Straßen in Nevada genauso wie das geschäftige Treiben in den Städten. Wir begegnen unglaublich herzlichen Menschen, trinken den einen oder anderen viel zu großen Kaffee, entdecken kleine Orte, von denen wir vorher noch nie gehört haben, und merken einmal mehr: Es sind oft die ungeplanten Momente, die eine Reise unvergesslich machen.
Nach einer letzten Nacht in Seattle bringt uns George nach einem letzten Essen im "Panda-Express" sicher zum Flughafen. Der Abschied fällt wie immer schwer. Denn auch wenn wir nach Hause fliegen, bleibt ein großer Teil unseres Herzens in den USA.
Unser Lufthansa-Flug LH489 startet mit deutlicher Verspätung. Über zweieinhalb Stunden später als geplant heben wir schließlich ab. Dank einer schnellen Flugzeit und eines hervorragend aufgelegten Kabinenpersonals landen wir trotzdem früher als erwartet in München. Der Flug selbst verläuft angenehm und entspannt.
Vor der Landung erfahren wir noch, dass unser Anschlussflug nach Düsseldorf angeblich auf uns wartet. Also geht es nach der Passkontrolle im Schweinsgalopp quer durch den Flughafen bis zum Gate. Dort erwartet uns allerdings die Ernüchterung.
Genau zwei Minuten zuvor wird das Gate geschlossen. Auf unsere Nachfrage erhalten wir lediglich die Antwort, dass ein anderer Passagier aus unserem Flug es schließlich auch geschafft habe. Hilfe gibt es keine mehr, der Computer sei bereits heruntergefahren. Wir sollen zum Lufthansa-Servicecenter laufen und uns dort um eine Umbuchung kümmern. Als Begründung hören wir, dass ein Warten einen Dominoeffekt auslösen würde.
Natürlich können Verspätungen passieren. Dafür kann meistens niemand etwas. Umso wichtiger wäre in solchen Momenten ein wenig Verständnis und Freundlichkeit gewesen. Leider erleben wir genau das Gegenteil.
Zum Glück informiert uns die Lufthansa-App kurze Zeit später automatisch über unsere Umbuchung inklusive neuer Bordkarten. So sparen wir uns zumindest das lange Anstehen am Servicecenter.
Mit unseren Verpflegungsgutscheinen möchten wir uns anschließend noch etwas gönnen. Doch selbst das entwickelt sich zu einem kleinen Abenteuer. Eine Servicekraft rempelt uns an und fordert uns anschließend auch noch auf, besser aufzupassen und uns zu entschuldigen. Da schauen wir uns tatsächlich kurz fragend an und denken: Sind wir wirklich schon wieder in Deutschland?
Zum Glück erleben wir kurz darauf auch die andere Seite. Beim Adelholzener werden wir freundlich begrüßt, herzlich bedient und merken sofort: Es geht also doch.
So endet unsere Reise mit einem kleinen Kulturschock, aber vor allem mit unendlich vielen wunderschönen Erinnerungen im Gepäck.
Es gibt einen Spruch, den wir nach jeder USA-Reise besonders passend finden:
"Nach einer Reise dauert es so lange, bis man wirklich wieder zu Hause angekommen ist, wie man jeden gereisten Kilometer zu Fuß zurücklegen müsste." Wenn das stimmt, dann sind wir wohl noch eine ganze Weile unterwegs.
Denn auch wenn wir wieder deutschen Boden betreten haben, ist unser Herz noch immer auf den Highways Amerikas unterwegs.





















