LA Tag 2: Beverly Hills, Rodeo Drive & Hollywood

Route 66 - die Reise unseres Lebens

LA Sightseeing Breakfast@Tiffanys und die Sterne

Nachdem wir gestern von Downtown ehrlich gesagt schockiert und enttäuscht waren, steht heute Glanz, Gloria und Glamour auf dem Programm. Nicht, dass wir das brauchen, aber unser Ziel gibt es vor. Von Santa Monica fahren wir quasi einfach nur geradeaus mit dem Bus den Wilshire Blvd entlang und sind…in Beverly Hills. Postleitzahl 90210. Die dürfte so ziemlich jeder kennen. Wegen der Fernsehserie.

Beverly Hills, eine sehr exklusive Stadt im Westen von Los Angeles. Bekannt für ihren Luxus, ihre Prominenz und ihre opulenten Lebensstile. Hier findet man tatsächlich einige der teuersten Immobilien der Welt und Beverly Hills ist tatsächlich eine der begehrtesten Wohngegenden der Welt. Aber da wird es uns heute nicht hin verschlagen.

Beverly Hills ist weltweit berühmt für den "Rodeo Drive", und das ist unser Ziel. Eine der exklusivsten Einkaufsstraßen der Welt, ein beliebter Treffpunkt für wohlhabende Menschen, Prominente und Modebegeisterte. Ja, da kann die Kö in Düsseldorf aber sowas von Einpacken. Allein schon wegen der Sauberkeit. Wenn man wollte, könnte man hier vom Boden essen.

Wieder wie immer früh dran haben wir die Via Rodeo fast für uns. Schön leer. Wir lassen es uns nicht nehmen, bei Tiffany’s zu frühstücken. Rein kommt man allerdings wohl nur nach vorheriger Terminvereinbarung, aber der Shop beherbergt auch kein Restaurant wie in New York. Hunger haben wir langsam trotzdem, also gibt es unsere eigene Version. Selbst wenn hier ein Restaurant wäre, so blöd wären wir nicht, 59$ für ein Frühstück zu bezahlen, also das ist aktuell der Preis in New York. Für eine Person wohlgemerkt. Ohne Kaffee.

Wir bummeln einfach den Rodeo Drive entlang. Die Straße selbst ist von Palmen gesäumt und strahlt eine glamouröse Atmosphäre aus, die den gehobenen Charakter von Beverly Hills unterstreicht.

Hübsch anzusehen und wirklich sauber und gepflegt alles. Und auch die Geschäfte sehen definitiv ansprechender aus wie in Düsseldorf. Hier passt das auch alles hin, diese Luxusläden. Auch wenn wir damit wirklich nichts am Hut haben. Ok und es ist irgendwie auch wie mit der Kunst. Schön ist, was gefällt und alles eine Sache des persönlichen Geschmacks. Also nur weil es teuer ist, ist es ja nicht gleich schön. Unsere Meinung.

Promis haben wir nicht gesichtet. Aber es war ja auch noch sehr früh. Immerhin wohnen so einige hier, Cher und Ozzy Osbourne wären wir gerne über den Weg gelaufen. Ob wir sie erkannt hätten? Wahrscheinlich eher nicht, die laufen ja sicher nicht hier so rum wie auf der Bühne, sondern eher wie Otto Normlverbraucher…

Vom Rodeo Drive nicht weit weg steht das Beverly Hills Sign im Beverly Hills Garden. Noch ein Fotostopp und dann geht es nach Hollywood.

Hollywood ist eigentlich auch nur ein Stadtteil von LA. Aber weltweit als das Zentrum der Unterhaltungsindustrie und Filmproduktion bekannt.

Hollywood ist natürlich berühmt für den Hollywood Boulevard, hier befindet sich der Hollywood Walk of Fame. Auf gut 2km Länge findet man auf beiden Seiten des Boulevards die berühmten Sterne mit den Namen von Schauspielern, Regisseuren, Musikern und anderen Größen der Unterhaltungsbranche. Und…hier kann man sich auch seinen eigenen Stern machen lassen. Auch wenn er nicht von Dauer ist, es ist eine bleibende Erinnerung. Das lassen wir uns nicht nehmen.

Der Hollywood Boulevard ist im Ganzen gut 7,5km lang, die laufen wir natürlich nicht ab. Abseits des Walk of Fame gibt es zumindest für uns wohl auch nicht allzuviel zu sehen und manche Gegenden sind auch bei Tageslicht nicht die Sichersten und Schönsten.

Etwas ärgerlich, weil es uns die Sicht versperrt, sind die Vorbereitungen für eine Filmpremiere, die am nächsten Tag hier stattfinden soll. Was für ein Aufriss…ok, bei einer Filmpremiere für einen richtigen Film, mit Tom Hanks oder Robert de Niro zB, wären wir wahrscheinlich entspannter gewesen. Aber es ist nur Thor, so ein Marvel-Film. Absolut nicht unser Genre, wahrscheinlich nervt es uns deshalb.

Der Hollywood Boulevard ist auch die Heimat des TCL Chinese Theatre, einem historischen Kino. Bekannt sind hier vor allem die Hand- und Fußabdrücke, mit denen Stars heute noch geehrt werden. Wie wir erfahren haben, war einen Tag vor unserem Besuch Priscilla Presley mit ihrer damals noch lebenden Tochter Lisa-Marie hier. Verpasst. Also die Zeremonie wäre sicher mal interessant gewesen zu sehen. Wenn man was gesehen hätte. Wir begnügen uns aber gerne mit dem, was wir hier sehen. Hat schon was, an einem so berühmten Platz sich das mal alles anzusehen.

Hollywood hat im Laufe der Jahre zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt, aber es bleibt das Herzstück der globalen Unterhaltungsindustrie. Die jährliche Verleihung im Dolby Theatre der Academy Awards, sicher besser bekannt als Oscar-Verleihung, unterstreicht Hollywoods Bedeutung im Filmbusiness. Und praktischerweise liegt daneben direkt das Hardrock-Cafe. Für uns ja sowieso ein Must-Stopp, egal wo wir sind. Und da kehren wir dann erstmal ein. Das Laufen ist mit der Zeit ein wenig anstrengend.

Wir laufen noch ein wenig weiter, ein paar Sterne schauen. Und dann verschlägt es uns in den wohl grössten Souvenirshop, den wir je betreten haben. Hier auf dem Boulevard erschlägt einen ja eh an jeder Ecke ein Souvenirshop nach dem anderen. Aber der hier…Halleluja. Ne LaLaLand. Und hier drin wird man wirklich ein bisschen Lala.

Und dann haben wir keine Lust mehr auf Hollywood. Fazit: die Sterne sind natürlich weltberühmt und der Platz vor dem TCL ist schon sehenswert. Aber ansonsten? Ne Strasse wie jede andere auch. Glanz und Glamour? Nö. Einmal reicht. Und wenn heute mal jemand zu mir sagt: „Du hier und nicht in Hollywood?“ dann antworte ich ganz ehrlich „Yepp, und da will ich auch gar nicht hin, gibt Schöneres.“

Wir wollen zurück zum Motel. Das dauert ja hier sowieso noch eine Weile, andere Seite der Stadt und so. Ne Stunde müssen wir schon einplanen. Reine Fahrtzeit. Also auf zur Bushaltestelle. Und da stehen wir und schauen über die Strasse…und entdecken schräg gegenüber ganz zufällig  etwas, was Ian Bowen uns am Pier schon erzählt hatte. Gut, dass er uns ein Foto gezeigt hat, sonst hätten wir es wohl nicht erkannt. Wir stehen gegenüber des Gebäudes, was einst das legendärste Tonstudio in Los Angeles war.

Radio Recorders, gegründet in den 1930er Jahren. Künstler wie Elvis Presley, Frank Sinatra, Johnny Cash und The Beach Boys haben hier ihre Musik aufgenommen.

Obwohl das ursprüngliche Radio Recorders Studio in den 1970er Jahren schloss, bleibt sein Erbe bestehen. Der Einfluss von Radio Recorders auf die Musikproduktion in Los Angeles und darüber hinaus ist unbestreitbar und wird als ein als Teil des kulturellen Erbes von Los Angeles verehrt.

Wir steigen nochmal kurz in Beverly Hills aus. Nochmal ein bißchen Glanz und Gloria einatmen, davon war ja mal nichts bis gar nichts in Hollywood. Aber das ist nicht der einzige Grund. Hier gibt es nämlich eine Cheesecake Factory. Einmal im Urlaub muss es einfach sein. Auch wenn einem der Blick auf die Karte gerne mal den Appetit verhagelt. Es steht nämlich dabei, wie viele Kalorien ein Stück Torte hat. Aber es schmeckt einfach zu gut. Bis zum nächsten Tag waren wir aber dann auch satt.

Nett waren sie auch in der Cheesecake Factory. Anfangs vielleicht ein wenig hochnäsig, aber hey, wir sind in Beverly Hills.

Morgen ist uns dann aber mal wieder nach Auto fahren. Long Beach und ein bißchen Anaheim stehen auf dem Programm.

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