Route 66 - die Reise unseres Lebens
LA Sightseeing Long Beach & Anaheim
Uns ist mal wieder nach Auto fahren. Und wir wollen jetzt auch mal raus aus LA. Die Hotspots haben wir ja schon soweit gesehen und auch rings um LA gibt es schliesslich satt und genug zu erleben. Und wir haben uns bewusst entschieden, heute, also an einem Donnerstag nach Long Beach zu fahren. Am Wochenende könnte es schon wieder voll werden!
Raus aus Santa Monica und ab auf die Interstate 405 South. Knapp 30 Meilen von unserem Motel aus. Durchaus überschaubar, wenn wir auf die letzten 4 Wochen zurückblicken. Es ist noch früh, aber wir sind natürlich nicht die einzigen auf der Strasse. Trotzdem ist der Verkehr gar nicht so schlimm, wie wir befürchtet hatten. Man kennt halt nur Fotos und Videos. Aber in echt ist es machbar. Da gibt es wahrlich schlimmere Städte auf der Welt. Florenz ist zb so ein Trauma von uns. Die Strassen hier sind breit satt, es gibt genug Spuren und hier fährt man einfach mit dem Strom und das ist auch alles. Da macht auch der ein oder andere Stau nicht wirklich viel aus. Man kommt trotzdem zügig voran. Und dan sind wir auch schon da.
Long Beach. Die Stadt erstreckt sich entlang eines malerischen Küstenstreifens und bietet kilometerlange Strände, die zum Entspannen und Erholen einladen.
Neben den atemberaubenden Stränden ist Long Beach für den Hafen bekannt, einem der geschäftigsten Containerhäfen der Welt.
Long Beach hat sogar ein eigenes Autorennen, den Grand Prix von Long Beach. Immerhin wurde hier von 1976-1983 Formel 1 gefahren, „der grosse Preis der USA West". Kein Fahrer hat es geschafft, mehr wie einen Weltmeisterschaft-Lauf zu gewinnen. Bis 2008 gastierte hier die in den USA populärere Champ-Car-Serie und seit 2009 wird hier Indy-Car gefahren. Mal so am Rande für den, der es wissen möchte. Da wir Formel 1 Fans sind, war das hier schon etwas besonderes.
Die Innenstadt von Long Beach bietet eine Mischung aus Geschäften, Restaurants und kulturellen Einrichtungen. Wir fahren fast automatisch in die Pike Outlets, ein Einkaufs- und Unterhaltungskomplex, gelegen in der Nähe der Innenstadt. Aber wir sind nicht zum Shoppen hier. Nur zum Parken, denn die Outlets liegen fast direkt am Meer.
Parken kann man hier nämlich recht günstig, 16$ fü den ganzen Tag ist schon ein guter Kurs hier in Kalifornien.
Wir gehen über eine Brücke rüber zum Rainbow Harbor. Die Brücke sieht nicht nur aus wie eine Achterbahn. Sie ist aus Teilen der alten Achterbahn vor den Outlets gebaut. Nachhaltigkeit kann man hier.
Rainbow Harbor ist der Hafen in Long Beach in unmittelbarer Nähe der Innenstadt. Wir schlendern entlang des Wasser, eine tolle Atmosphäre. Maritim und vor allem fällt mal wieder eines auf: die Sauberkeit! Wir geniessen die Ruhe, 8 Uhr morgens in Long Beach. Typisch wir.
Die Queen Mary 1 ist ein berühmtes Ozeandampfschiff, das heute als dauerhaftes Museum und Hotel im Hafen von Long Beach verankert ist. 1934 in Schottland gebaut und erst als Luxus-Passagierschiff unterwegs, im 2. Weltkrieg dann als Truppentransporter.
Das Schiff wurde liebevoll restauriert und bietet Besuchern die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen und das goldene Zeitalter der Ozeandampfer zu erleben. Wir haben das Schff nicht besucht, leider. Weil wir zum Zeitpunkt unseres Besuchs in Long Beach schlichtweg nicht wussten, dass man es auch besichtigen kann. Wir sind davon ausgegangen, dass es einfach als Hotel dient. Schade.
Ein Besuch im Aquarium of the Pacific, ein beeindruckendes Meeresaquarium, muss einfach sein. Wir lernen doch noch so einiges und man kann mit den Tieren wirklich auf Tuchfühlung gehen. Rochen streichelt man nicht jeden Tag und die kleinen Regenbogenloris sind wirklich herzerwärmend. Aber es ist nicht nur ein Museum, denn hier wird daran gearbeitet, gefährdete Arten zu retten. Das Aquarium setzt sich auch für den Umweltschutz und die Aufklärung über die Bedeutung des Schutzes der Ozeane ein.
Wir geniessen die entspannte aber auch lehrreihe Atmosphäre und bereuen keine Minute. Einen Besuch können wir sowieso nur wärmstens empfehlen, mit dem Eintrittsgeld tut man was Gutes und die Zeit lohnt sich allemal.
Vom Aquarium geht es rüber zum Shoreline Village, ein am Wasser gelegene Einkaufs- und Unterhaltungsbereich, der Besucher mit einer charmanten Mischung aus Geschäften, Restaurants und Freizeitaktivitäten empfängt.
Die von bunten Gebäuden und maritimer Architektur geprägte Atmosphäre verleiht dem Shoreline Village einen tollen Charakter. Wir schlendern entlang der Promenade, von Palmen gesäumt und geniessen dabei den Blick auf das klare Wasser und vorbeifahrende Boote.
Es geht zurück zum Parkhaus, Long Beach hat uns unheimlich gut gefallen. Sollten wir nochmal in der Gegend sein….Long Beach wäre definitniv der Ort, an dem wir dann ein Hotel buchen würden. Diese Ruhe und enspnnte Atmosphäre gefällt uns.
Wir haben uns entschlossen, weiter nach Anaheim zu fahren. Als wir aus Long Beach rausfahren fällt uns auf, dass wir gerade über einen Abschnitt des Long Beach Grand Prix Circuit fahren, der führt nämlich quasi mitten durch. Hat man auch nicht jeden Tag.
Nach Anaheim ist es nicht weit von hier. Gut 20 Meilen, eine knappe halbe Stunde Fahrt. Dauert aber etwas länger, an den Ampeln steht man irgendwie länger als in Deutschland. Zumindest fühlt es sich so an.
Das Disneyland Resort ist zweifellos eine der Hauptattraktionen Anaheims und zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Aber da wollen wir definitiv nicht hin. Wir haben es nicht so mit Disney’s Kitschwelt. Und wenn man sich die Preise anschaut…knapp 100$ am Tag und das ist nur ein Standardticket. Stundenlanges anstehen inklusive. Pro Person natürlich. Parken darf man hier dann noch für 35$. Wer meint, sein Geld für so einen Quatsch verschwenden zu müssen, statt sich der Ereiterung seines Horizontes zu widmen…bittesehr. Aber für uns ist es weder Zeit noch Geld wert.
Einkaufs- und Unterhaltungszentren wie das Anaheim GardenWalk bieten eine breite Palette von Geschäften, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten für Besucher jeden Alters. Und da wir langsam aber sicher Hunger haben, wird es zeit für einen Besuch bei Bubba Gump. Kommt Euch bekannt vor? Ja, der Film Forrest Gump begleitet uns immer noch. Hier in den USA lebt der Geist des Filmes weiter. Zu Recht. Versteht auch nur der, der den Film verstanden hat. Und Forrest Gump war eben die Vorlage für diese Restaurantkette. Ein Besuch lohnt sich wirklich.
Ohne Grund sind wir natürlich nicht in Anaheim. Es sind die Anaheim Ducks, die uns zu einem Besuch inspiriert haben. Manch einer kennt sie sicher noch unter dem Namen "Mighty Ducks of Anaheim" in Anlehnung an den gleichnamigen Disney-Film "The Mighty Ducks". Die Ducks sind ein NHL-Team und haben im Jahr 2007 den Stanley-Cup gewonnen. Wem das nichts sagt: der Stanley Cup gilt als die wichtigste Eishockeytrophäe der Welt!
Das Heimstadion der Anaheim Ducks ist das Honda Center, und natürlich müssen wir dort hin. Also einmal quer durch Anheim. Ein ziemlich beeindruckender Fanshop erwartet uns, und wieder einmal überaus freundliche Mitarbeiter. Da wir die einzigen Kunden zu der Zeit waren, fielen wir natürlich sofort auf. Und als klar war, dass wir aus Deutschland kommen, war die Neugier geweckt. Wir haben uns lange unterhalten und zum Schluss durften wir sogar einen ganz exklusiven Blick ins Stadion werfen – aber erst, nachdem wir versprochen hatten, keine Aufnahmen zu veröffentlichen. Für die Ducks war die Saison leider schon vorbei aber trotz Sommerpause in der Vorbereitung und alles unterlag mal wieder der absoluten Geheimhaltung.
Und dann geht es zurück nach LA. Der Tag ging rum wie im Flug. Wir lassen den Abend gemütlich in unserem Motel ausklingen und gehen früh zu Bett. Morgen geht es nämlich noch ein wenig früher los, wir haben da was vor. Unser letzter Tag soll ein bißchen was besonderes werden. Wird er auch, aber anders, als geplant.