Route 66 – LA Tag 1: Downtown & Santa Monica

Route 66 - die Reise unseres Lebens

LA Sightseeing Downtown & Santa Monica

Los Angeles ist die größte Stadt in Kalifornien und nach New York City die zweitgrößte Stadt in den Vereinigten Staaten. Los Angeles ist bekannt für seine vielfältige Bevölkerung, seine Unterhaltungsindustrie, seine kulturellen Attraktionen und sein mediterranes Klima.

Für heute haben wir uns Downtown LA und Venice Beach vorgenommen. Einfach so ziellos drauf los ist nun so gar nicht unsere Sache und ganz ehrlich, in einer riesigen Stadt wie LA sollte man doch besser vorher schauen, was man wo sehen möchte. Wir haben uns auf die typischen Sightseeing-Ziele beschränkt. Die, von denen man so viel liest und hört und die ja auch sicher sehenswert sind.

Also auf geht’s nach Downtown LA. Erst mit dem Bus, dann mit der Metro. Somit sind wir an unserem ersten Programmpunkt, der Union Station.

Union Station ist der Hauptbahnhof von Los Angeles und dient als Drehscheibe für Amtrak, Metrolink und verschiedene Buslinien. Die Verbindung verschiedener Verkehrsmittel macht die Station zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt für Pendler und Reisende, die die Stadt erkunden möchten. 1939 eröffnet, beeindruckt vor allem die Große Halle mit ihrer hohen Decke, den beeindruckenden Kronleuchtern und den kunstvollen Fliesen. Dieser zentrale Bereich der Station dient nicht nur als Durchgangsort für Passagiere, sondern auch als Ort für Veranstaltungen und Versammlungen.

Nachdem wir bereits in Chicago von der Union Station so wahnsinnig beeindruckt waren, müssen wir gestehen: die hier in LA kann da nicht mithalten. Schön, ja, aber nicht so beeindruckend, wie wir es erwartet hätten.

Also geht es direkt weiter, zur Olvera Street, fussläufig nur ein paar Minuten von der Union Station weg. Olvera Street hat eine lange Geschichte, die bis zur Gründung von Los Angeles im Jahr 1781 zurückreicht. Ursprünglich war es eine kurze Gasse namens Wine Street und wurde später zu Ehren von Agustin Olvera, einem bedeutenden örtlichen Richter, umbenannt. Olvera Street gilt als die älteste Strasse in LA und wird oft als "Geburtsort von Los Angeles" bezeichnet. Es ist ein lebhafter mexikanischer Markt, der die Atmosphäre eines traditionellen mexikanischen Dorfes nachbildet. Bunte Stände, Geschäfte und Straßenverkäufer, die eine Vielzahl von mexikanischem Kunsthandwerk, Souvenirs und traditionellen Waren verkaufen. Aber da wir früh dran sind, hat noch viel geschlossen. Dafür ist es noch nicht so überlaufen.

Los Angeles Downtown ist eigentlich eine lebhafte Gegend und bekannt für seine Skyline mit vielen Hochhäusern. Downtown beherbergt mehrere kulturelle Einrichtungen und Wahrzeichen wie die Walt Disney Concert Hall, das Broad Museum und das Los Angeles Music Center. Eine bedeutende Sport- und Veranstaltungsarena, das Staples Center, Heimat der Lakers, ist ebenfalls hier zu finden. Alles können und werden wir nicht ehen, also beschränken wir uns auf einige wenige Punkte, die wir gerne anschauen und erleben wollen.

Downtown ist auch die Heimat von Chinatown und Little Tokyo, die jeweils ihre eigene einzigartige Atmosphäre, Gastronomie- und Einkaufserlebnisse bieten sollen.

Also wieder ein kurzer Spaziergang und dann sind wir in Chinatown. Aha. Also wir gehen noch ein Stück die Straße rauf in der Hoffnung, dass da noch was kommt. Vielleicht sind wir ja in der falschen Ecke unterwegs, aber ganz ehrlich? Was sollen wir hier? Das angeblich pulsierende Viertel ist unterm Strich nichts weiter als eine normale Strasse mit Geschäften, die man auch anderswo findet. Nur halt asiatischer. Also abhaken und weiter. 

Besonders haben wir uns auf einen Besuch im Grand Central Market gefreut. Dieser historische Markt soll ein Paradies für Feinschmecker sein und eine vielfältige Auswahl an kulinarischen Angeboten und frischen Produkten bieten. Zumindest ist ein Besuch geplant. Aber hier brechen wir unser Sightseeing in Downtown ab. Die Nähe zu Skid Row ist spürbar. Wir fühlen uns zunehmend unwohler. Ohne die Menschen und deren Schicksale zu verurteilen...hier gehören wir nicht hin. Und wir wollen nichts riskieren.

Wir lassen die noch geplanten Punkte auf unserer Liste sein und nehmen den Bus mit Ziel Venice Beach. Da wollten wir zwar erst in den nächsten Tagen hin, aber Pläne sind auch dazu da, umgeworfen zu werden, oder? Eine Stunde später sind wir in einer anderen Welt. Unterwegs haben wir aber noch Gelegenheit, ein wenig von Downtonw zu sehen. Quasi Sightseeing light vom Bus aus. 

Venice Beach soll ein sehr lebendiger Stadtteil von Los Angeles sein und weit mehr als nur ein Strandabschnitt. Aber bei unserem Sightseeing beschränken wir uns auf den Strand. Erstens ist uns jetzt mal nach Sonne, Sand und Pazifik. Zweitens wir wollen von hier nochmal zum Santa Monica Pier. Zum Mittagessen gab es Burger und Pommes im Sidewalk Café. Und das ist wirklich zu empfehlen. Gute Preise, gutes Essen. Für LA nicht ganz so selbstverständlich. Vor allem wegen der Preise. Und wir hatten einen großartigen Kellner. Als er merkte, dass wir aus Deutschland sind, sprach er nur noch auf Deutsch mit uns. Glücklich, endlich mal wieder in der Heimatsprache seiner Mutter zu reden. Und das fliessend! Er selbst wollte mal Schauspieler werden und ist nun hier seit vielen Jahren im Cafe als Kellner tätig. Ein netter Mensch, und wir sind länger im Cafe geblieben, wie wir ursprünglich wollten. Wegen ihm. Und wer weiß, vielleicht wird er ja doch noch irgendwann entdeckt. Wünschen würden wir es ihm.

Bummeln, und dann runter zum Wasser. Siesta am Pazifik. Bewaffnet mit gekühlter Cola und Eis aus dem Supermarkt und nem neuen Badehandtuch. Hatten wir natürlich nicht dabei, der Plan für heute war ja mal ein anderer. Der Strand ist der absolute Hammer. Goldener, feiner Sand, irre breit und lang. Aber…der Pazifik war ganz schön kühl. Füsse rein aber mehr auch nicht. Also wir zumindest nicht.

Entspannt und ausgeruht geht es weiter. Die Sonne strahlt, überall Musik. Auch wenn uns schon wieder dieser eklige Geruch nach Marihuana nervt, es gefällt uns hier. Wir sind ein wenig versöhnt mit LA. Erstmal.

Erst entlang der Geschäfte, etwas reizüberflutet dann doch lieber direkt am Strand. Soviele Menschen auf einmal sind wir irgendwie gar nicht mehr gewohnt. Unterwegs immer mal ein kurzer halt im Schatten. Einfach sitzen und alles auf sich wirken lassen. Unterwegs trinken wir dann den wohl teuersten aber auch verdammt guten Cappucchino unseres Lebens. 12$ sind schon happig. Aber typisch LA. Also für einen Cappi wohlgemerkt! Aber mit der Aussicht auf den Pazifik und in dieser Atmosphäre…egal, machen wir ja nicht jeden Tag.

Nach gut 4 km immer geradeaus sind wir fast am Ziel, das Santa Monica Pier ist in Sicht... Die Strecke kam uns gar nicht so lang vor, wir waren richtig erschrocken, als wir auf die Smartwatch geschaut haben

Und auf dem Pier ist richtig was los! Gestern Abend waren wir zwar schon hier, aber da hatten wir anders im Sinn. Schliesslich endete ja hier unser Roadtrip.

Erbaut im Jahr 1909, ist der Santa Monica Pier ein beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Der Vergnügungspark auf dem Pier bietet eine nostalgische Atmosphäre mit traditionellen Jahrmarktattraktionen, darunter Achterbahnen, Karussells und Spielen.

Das Riesenrad ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern auch ein Symbol für die Küstenlandschaft von Südkalifornien. Bei einer Fahrt hat man schon tolle Aussichten, auch wenn die Fahrt nach 3 oder 4  Runden schnell vorbei ist. Für jemanden mit Höhenangst ist das aber ausreichend, glaubt mir. Die Gondeln sind natürlich offen und somit normalerweise nichts für mich. Ehrlich gesagt, habe ich die Fotos blind in die Gegend geschossen und die Aussicht erst beim Bearbeiten des Videos wirklich wahrgenommen. Aber ich habe es überlebt.

Der Bummel über den Pier war wunderschön. Souvenirstände, Geschäfte, Restaurants und Essstände. Und vor allem Eines: eine tolle Atmosphäre. Trotz all dem Gewusel war es am Ende doch noch ein richtig entspannter Urlaubstag.

Vom Pier runter und in den Bus, ein kurzer Fussweg durch die schönen Seitenstrassen, und wir bewundern nochmal diese beeindruckenden Bäume, die hier überall zu finden sind. Palmen kennt man ja, aber die hier, die haben es uns angetan. Wir meinen, es wäre die Großblättrige Feige, wenn man Google trauen kann. Aber wir sind weder Kenner und vor allem keine Experten. 

Und das war der erste Tag in LA. Auf dem Weg zum Motel sind wir schon wieder in einer anderen Welt. Ruhige und vor allem schöne Wohnviertel und um die Ecke direkt wieder Grossstadt. Also man kann über LA ja einiges sagen, aber langweilig wird es hier ja tatsächlich nicht.

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