1. Mai 2026
Es geht endlich los
Monate an Ideen, Planung und Vorbereitung sind nun vorbei. Und die Vorfreude hat sich in den letzten Tagen in Aufregung verwandelt. Eingecheckt sind wir schon, online geht das heute alles ganz einfach. Unser Uber haben wir für 03:00 vor einigen Tagen vorbestellt. Ganze 25€ kostet uns die Fahrt zum Flughafen Düsseldorf. Taxi wäre minimum doppelt so teuer geworden. Noch Fragen, warum wir Uber vorziehen? Mit ein Grund ist auch die Freundlichkeit. Aber lassen wir das…
Theoretisch könnten wir auch mit den Öffentlichen fahren…wenn sie denn um diese Uhrzeit fahren würden. Und zuverlässig wären. Nun ja, das testen wir in etwa 4 Wochen, wenn wir zurück kommen. Aber daran denken wir noch gar nicht, denn: Heute startet unsere Reise!
Wir fliegen von Düsseldorf nach Frankfurt und von dort geht es dann mit Linie direkt nach Seattle. Ja, mag mancher für dekadent halten, die kurze Distanz nach Frankfurt zu fliegen. Aber: erstens wird es so angeboten, zweitens ist die „Zuverlässigket“ der Deutschen Bahn schon legendär, drittens gehen uns unsere Politiker mit „gutem Beispiel“ voran und viertens und für uns der entscheidende Punkt: in Düsseldorf werden unsere Koffer bis Seattle durchgebucht und wir haben freie Hände und kein Theater mit den Koffern unterwegs.
Ganz ehrlich: dass es so gut läuft, damit haben wir nicht gerechnet. Die Thrombosespritze habe ich mir ganz tapfer in den Speck gerammt und unser Uber war schon 20 Minuten eher da, somit waren wir bereits um genau 03:03 Minuten am Flughafen in Düsseldorf. Statt ewig auf den Check-in-Schalter zu warten, konnten wir ganz bequem die Koffer „digital“ aufgeben. Und unsere Handgepäcktrolleys direkt mit. Kostenlos. Also mussten wir nur mit unseren Rücksäcken durch die Sicherheitskontrolle. Und auch hier die nächste Überraschung: keine Wartezeit, freundlcihes Personal. Und auspacken wie sonst mussten wir auch nichts mehr. Der Technik sei Dank geht heute alles einfacher. Zeitaufwand dort: unter 5 Minuten. Wow!
Und so saßen wir bereits um 4 Uhr mit einem frischen Kaffee in unserer Raucherlounge, Shopping im Duty-Free inklusive. Ja, ich würde sagen, ein neuer Rekord.
Pünktlich ging es sann von Düsseldorf nach Frankfurt. Auch dort lief alles reibungslos und die USA-Kontrolle? Ebenfalls wieder unter 5 Minuten.
Und dann startet auch dieser Flieger pünktlich in die Luft, wir sind an Bord und richen uns auf über 10 Stunden Flug ein. Wir sind schon ganz schön geschafft und hoffen auf ein paar Stunden Schlaf.
Der Flieger ist voller wie erwartet und so können wir uns nicht ausbreiten wie gehofft. Und ganz ehrlich: der Airbus A340 ist schon ne richtige Sardinenbüchse. Nach dem Essen -es war ok aber nicht der gewohnt gute Genuss auf einem Lufthansa-Flug- habe ich es dann auch irgendwann in ein paar Stündchen Schlaf geschafft. Und prompt mein geliebtes Grönland verpennt. Aber Thomas hat ein paar wirklich gute Aufnahmen gemacht, so habe ich auch noch was gesehen.
Diesmal ging der Flug nicht die gewohnt Strecke einmal quer über den Atlantik, sonder wir durften tatsächlich auch mal die Nordfriesischen Inseln von oben sehen und die Küste von Dänemark und Norwegen erahnen. Grönland habe ich wie schon gesagt verschlafen, aber über den hohen Norden Kanadas war auch ich wieder munter und habe von oben alles betrachten können, denn wir hatten kaum Wolken, die uns die Sicht versperrten.
Und dann setzen wir auch schon zum Landeanflug an und dürfen Seattle und den Puget Sound das erste mal von oben sehen.
Und nach dem Aussteigen geht der Wandertag los. Richtung Gepäckband, denn hier in Seattle muss man erst sein Gepäck einsammeln, bevor man zur Immigration geht. Und der Weg zieht sich. Warum das immer so sein muss, werde ich nie verstehen. Wahrscheinlich möchte man den Passagieren ein wenig Bewegung nach einem langen Flug gönnen… Über Rolltreppen, die extra hoch sind, damit unter dem gebäude die Flugzeuge drunter her rollen können und gut 20 Minuten Fußmarsch, inklusive Pipi-Pausen und Fotostopps, haben wir dann endlich die riesige Halle erreicht. Und ich gebe zu, nachdem einmal mein Koffer verspätet ankam, bin ich da ein wenig paranoid. Dank Airtags wusste ich zwar, dass unsere Koffer bereits im Gebäude sind, aber ich habe sie noch nicht. Weisst du, was ich meine? Bewaffnet mit 2 kostenlosen Gepäckwagen warte ich ziemlich hibbelig, und bin erst wieder ruhiger, als Thomas mir nacheinander die Koffer vom Band nimmt. Nächste Hürde ist also auch problemlos abgehakt. Und jetzt auf zur Immiration…
Es ranken sich ja viele Gerüchte um die Einreise in die USA. Wer das einmal mitgemacht hat, der weiss, dass das alles halb so schlimm ist. Freundlich sein und wahrheitsgemäss auf die Fragen der immer freundlichen Einreisebeamten antworten. Das ist schon alles.
Und nachdem in den letzten Monaten besonders im Internet und vor allem in der deutschen „Presse“ viel „Schlimmes“ berichtet wird und wurde: es ist alles wie immer! Unsere Immigration war emehr eine lockere Plauderei, der Beamte scherzte sogar mit uns rum und war beeindruckt, was wir alles vorhaben. Er wünschte uns viel Spass und eine gute Reise. Das war es. Seine Fragen waren: warum sei ihr hier? Was habt ihr vor? Was wollt ihr sehen? Habt ihr ein Rückflugticket? Also alles: wie immer!
Raus aus dem Flieger, rein in den Shuttlebus zur Autovermietung. Nach unserer letzten Buchung über Hertz war ich schon auf lange Diskussionen vorbereitet, denn man will ja gerne noch die eine oder andere Versicherung aufschwatzen und wird erst dann wieder frundlicher, wenn ich nach dem Manager frage. Warum wir trotzdem wieder über Hertz gemietet haben? Weil der Presis einfach unschlagbar war. Mit allem, was man an Versicherung braucht on top!
Heute gab es keine Diskussion, wir wurden absolut freundlich und zuvorkommend bedient und man hat uns ein Auto zugewiesen. Selbst aussuchen ist also nicht, aber das finde ich auch nicht so tragisch. Übrigens hat man hier in Seattle das erste mal nach dem internationalen Führerschein gefragt! Dann habe ich ihn endlich mal nicht umsonst mitgeschleppt…
Als wir unser Auto sehen, geht uns an nach dem anstrengenden Tag wirklich das Herz auf. Ein fast nagelneuer KIA Sportage, knapp 10.000 Meilen hat er erst runter. Blitzeblank gewienetrt, nicht eine Schrmme. Wow!
Wir verbinden mmein iPhone mit dem KIA, die Simcard für unser Navi ist erst ab morgen freigeschaltet.
Und dann geht es auf die erste Fahrt. Und es ist Rushhour. Chaos auf der Interstate und auch wenn ich ein ausgerpägter Apple-Fan bin, die Karten-Maps geht so gar nicht. Meine Meinung. Fängt schon damit an, dass ich nicht auf Meilen umstellen kann und die Tussi nur dann redet, wenn es nicht anders geht. Auch wenn ich ein schön großes Display im Auto habe: auf die Strasse und gleichzeitig aufs Diplay schauen empfinde ich nicht nur als suboptialer, sonder auch als gefährlich. Also nächste Ausfahrt, Tankstelle gesucht und auf Google-Maps umgeswitcht. Endeutig die richtige Entscheidung, und so lotst uns Google sicher am Chaos vorbei und wir geniessen die ersten Meilen durch die grünen Hügel des ersten Bundesstaates unserer Reise: Washington.
Nach etwa einer Stunde haben wir unsere Unterkunft erreicht. Die ersten beiden Nächte unserer Reise werden wir etwa eine Stunde Fahrzeit außerhalb von Seattle nächtigen. Die Hotelpreise in der Stadt selbst sind uns definitiv zu hoch, Parkplatz kostet auch meist noch extra und überhaupt: wir brauchen keinen Luxus. Hostels wären zwar bezahlbar, allerdings ist das absolut nichts für uns. Ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad, da legen wir schon Wert drauf.
Was wir brauchen ist ein sicheres Viertel, ein sauberes Bett, ein sauberes Bad, ein Kaffee am Morgen und das authentische Roadtrip-Feeling. Nicht immer zu bewerkstelligen, aber wenn es machbar ist, dann ziehen wir ein kleines Motel immer vor.
In dem kleinen Örtchen Buckley erwartet uns also das Buckley Inn (466 Main Street, Buckley, WA 98321, USA). Wir bezahlen für 2 Nächte ohne Frühstück etwa 220€, ein absolut fairer Preis, wie wir finden.
Wir werden freundlich empfangen, bringen unser Gepäck ins Zimmer und fahren noch kurz zur nächsten Tankstelle, ein paar Getränke besorgen. Wir hatten zwar einen Ausflug in den nächsten Walmart geplant - aber den verschieben wir auf morgen. Hundemüde fallen wir auf die Betten, und das um 5 Uhr am Nachmittag. Und sind um 1 Uhr morgens wieder putzmunter. Sowas nennt man Jetlag.
Gegenüber vom Motel steht eine Kaffeebude, die 24/7 geöffnet hat und verdammt guten Kaffee anbietet. Bigfood Java Drive-in. Wer also jemals nach Buckley, WA kommt, sollte hier auf jeden Fall einen Kaffee trinken. Absolute Empfehlung von uns!