Jelly Belly & Schwarzenegger: 12. Mai 2026 Event

12. Mai 2025

Jelly Beans und Schwarzenegger

Bye Bye San Francisco, es war so schön  Wir fahren früh am Morgen die Lombard Street runter. Zu Fuß haben wir das ja bereits am Sonntag erledigt. Aber was ist ein Besuch in San Francisco, wenn man die Strasse mit 27% Gefälle nicht mal selbst gefahren ist? Zumindest wenn man wie wir mit einem Auto hier ist. Dafür extra eines mieten ist ja Quatsch, oder? Taxi und Uber geht sicher auch, aber dann fährt man ja nicht selber.

 

Wir starten ganz früh an unserem Hotel, die Fahrt zur Lombard Street dauert nicht lang und es ist kaum ein Auto mit uns unterwegs. Und wir haben die Lombard Street für uns alleine. Early Bird zahlt sich mal wieder aus.

Mit 5 Meilen/Stunde rollen wir durch die Kurven…und sind schneller untetn, wie gedacht. Und machen uns auf, diese schöne Stadt hinter uns zu lassen. Etwas wehmütig, wir haben uns wirklich wohl gefühlt. San Francisco hat ein ganz besonderes Flair. Aber…wir haben ja noch einige Tage und Meilen vor uns. Wer weiss, was uns weiter erwartet.

 

Noch einmal geht es über die Golden Gate Bridge…diesmal im dichten Nebel. Von den Pylonen fast keine Spur. Und auch wenn die letzten Tage fast immer Sonnenschein pur war, ein kalter Wind weht dort irgendwie immer. An dem Zitat von Jack London (nicht!!! Mark Twain) „den kältesten Winter, den ich je erlebt habe war ein Sommer in San Francisco“ ist wirklich was dran. Aber auch im dichten Dunst des Pazifik über diese berühmte Brücke zu fahren hat was. Wir halten noch einmal am Aussichtspunkt, von dem man diesmal wirklich absolut nichts vo der Stadt sehen kann. Also schnell weiter, denn es ist ziemlich frisch so früh am Morgen.

Die Fahrt aus der Stadt raus über die Golden Gate kostet übrigens keine Maut, nur wenn man reinfährt.

 

Unser nächster Stopp ist Sausalito. Da gibt es die berühmten Hausboote. Liegt quasi direkt bei San Francisco und die Fahrt fauert keine Viertelstunde. Aber: hier lichtet sich der Nebel. Wir bummeln ein wenig den Weg entlang, der öffentlich ist. An die Flating Homes selbst kommt man nicht. Alles Privatgelände. Verständlich. Die Menschen lben in diesen besonderen Häusern, die jede Menge Touristen anziehen. Da mövhte man seine Ruhe. Ich würde es genauso machen. Uns laugen aber immer wieder Menschen über den Weg, die scheinbar dort leben und si é grüsssen alle freundlich. Scheint also keinen so wirklich zu stören, die neugierigen Blicke. Und ja, es ist schon besonders hier. Bei blauem Himmel sicher noch etwas schöner, aber ir haben die berühmten Häuser mal gesehen.

 

Wir wollen noch tanken und der kleine Hunger ruft. Von der Kälte habe ich kalte Füsse bekommen. In Kombination mit Kaffee…richtig! Eine Toilette muss her. Und da hier so früh nur der Imbiss mit dem goldenen M auf hat, muss der herhalten. In Anbetracht der Umstände geht auch mal das. Normlaerweise gehen wir in den USA nicht hierher. Nicht weil es nicht gut ist. Aber die Kette gibt es auch in Deutschland, warum sollten wir also zu „Mäckes“ gehen, wenn es so viele Alternativen hoer gibt.

 

Und dann verlassen wir endgültig den Highway 101, der uns seit Washington ständig und immer wieder gen Süden geführt hat. Bis nach San Francisco, den südlichsten Punkt unserer Reise. Von nun an geht es Richtung Osten. Nicht gerade die schönste Landschaft hier, ziemlich karg, was wir von der Intertstate sehen können. Aber auch das gehört dazu. 

Und je weiter östlich wir fahren, umso mehr scheint die Sonne und es wird wärmer. Und schneller wie wir denken sind wir in Fairfield. Auf der Jelly Belly Lane No. 1. Heisst wirklich so, und warum? Weil hier die Jelly Belly Factory steht. Und da wir nach diesen kleinen Bohnen mindestens genauso süchtig sind wie einst Ronald Reagan, musste ein Stopp einfach sein. 

 

Wir kaufen Tickets für die Besichtigung. Ganze 8$ kostet der Spass pro Person. Wir bekommen diese lustigen „Hygieneschiffchen“, quasi unser Ticket für die Besichtigung und die Eintrittskarte für das Museum, das auf der anderen Seite des Campus liegt. Nette Idee, nicht nur ein schnödes Ticket. Die Schiffchen müssen wir die ganze Zeit tragen. Ich frage mich warum, denn wir kommen natürlich nicht in  die Produktionsbereiche selbst rein. Ach und es gab eine kleine Kostprobe. Die haben wir dann während der Besichtigung gefuttert. Das kleine Frühstück bei „Mäckes“ hat nicht lange vorgehalten…

 

Die Fabrikbesichtigung ist wirklich interessant gemacht. Man läuft da nämlich selbst über spezielle Gänge, die gepflastert sind mit Informationen. Man kann die Produktion sehen, selbstverständlich durch dicke Glasscheiben. Hygiene muss sein. Und immer wieder winken Arbeiter fröhlich aus den Hallen hoch zu den Besuchern. Wenn ich mir vorstelle, bei mir auf der Arbeit würden Besucher mich bei der Arbeit ständig beobachten…Also mir würde das ja schon wieder auf den Keks gehen. Aber ich arbeite ja auch nicht in einem „kultigen“ Unnternehmen und nicht in einem Bereich, der für Besucher interessant sein könnte. Auch wenn ich meinen Job gerne mache, nicht, dass das falsch verstanden wird. Übrigens haben uns ganz besonders die „Gemälde“ gefallen, die überall hängen. Die sind nämlich nicht gemalt, sonern aus Jelly belly Beans gefertigt. Und was uns auffällt: auch hier wird Patriotismus groß geschrieben. Immer wieder die großen USA-Fahnen. Wir lieben das. Mach das mal einer in Deutschland… Lassen wir das lieber!

 

Nach der Besichtigung ist Shopping angesagt. Richtig günstig, und ich fürchte, unser bereits gebuchter 3. Koffer wird bald sein Limit erreichen. Wir und Werksverkauf… 

Wir bringen also erst einmal unsere Schätze ins Auto, bevor wir unsere Häupter weider mit den Schiffchen verschönern und noch das Museum mitnehmen. Es ist nicht riesig, aber interesaant gestaltet. Das kann man hier in Amerika. Es wird irgendwie nie langweilig. Und dann ist unser Besuch in Fairfield auch schon wieder Geschichte. Das hat Spass gemcht und wir haben sogar etwas gelernt. Fun Fact: so ein Jelly Belly braucht tatsächlich gut 2 Wochen, bis es in die Tüte kommt. Und: die Lieblingssorte von Ronald Reagan war: Lakritz! Mag sich nicht so verwunderlich anhören, aber die Amerikaner mögen „unser“ Lakritz nämlich eigentlich so gar nicht.

 

Als wir weiterfahren merken wir: es wird Zeit für kurze Hosen und Sandalen. Unglaublich, wie heiss es auf einmal geworden ist. Die übernächste Tankstelle ist unsere. Frischer Kaffee, kurze Pause. Zu diesem Zeitpunkt erfahren wir, dass ein lieber Freund, der zeitgleich auch in den USA ist, einen schlimmen Badeunfall hatte. Wir fühlen uns in dem Moment so machtlos, weil wir nicht einmal schnell 5000km quer durchs Land können, um ihm und seiner Reisebegleitung beizustehen… Die Weiten in diesem Land sind zwar wunderschön, baer in solch einem Fall kommen sie einem noch weiter vor. Uns bleibt in dem Fall nur, telefonisch in Kontakt und auf Standby zu sein. Unsere Gedanken sind in Miami, als wir unsere Reise fortsetzen.

 

Und wieder keine Stunde später, dafür aber 20 Grad heisser sind wir an unserem Tagesziel angekommen. Sacramento, Kaliforniens Hauptstadt. Uns trifft der Schlag, als wir aus dem Auto steigen. Über 30 Grad sind es. Kaum zu glauben, dass wir vor ein par Stunden noch frierend in Sausalito an den Floating Boats standen. Das war auch in Kalifornien, nur knapp 150km weiter östlich. Aber im Capitol, das wir natürlich besichtigen, ist es herrlich kühl. Es gibt zwar auch hier eine Veranstaltung und eine Baustelle, aber auch das California State Capitol ist wirklich schön anzusehen, obwohl nicht alle Bereiche frei zugänglich waren. Einen netten Arbeitsplatz hatte der gute Arnie Schwarzenegger, das muss man sagen.

Vom Capitol fahren wir direkt in unser Hotel, was etwas außerhalb der Stadt liegt. Direkt ist so eine Sache, denn der Verkehr raus aus Sacramento ist die Hölle. Obwohl es noch früh am Tag ist. Wir verfahren uns zweimal, einfach, weil wir die Spur nicht wechseln können. Das ist in Amerika nicht wie in Deutschlnd. Da setzt man den Blinker und irgendwann lässt jemand genug Abstand. Hier ist das selten der Fall. Du willst die Spur wechseln? Dein Problem, also kümmer dich auch selbst drum. Wir können unterwegs immre wieder Kamikaze-Mananöver beobachten, aber ganz ehrlich: das ist nicht mein Fahrstil. Und zu gefährlich. Also dann lieber Umweg. 

 

Unterwegs beschliessen wir, dass wir uns ein Uber bestellen, um am Abend Old Sacramento anzuschauen. Den Stress auf Sacramentos Strassen muss ich nicht nochmal haben und morgen früh ist es sicher besser…denken wir in unserem nicht mehr ganz jugendlichen Leichtsinn.

 

In der kalifornischen Hauptstadt hatten wir mit weitaus höheren Zimmerpreisen gerechnet. Auch hier ist die sichere Lage nicht unerheblich. Wir wohnen nun etwa 15 Minuten Fahrtzeit entfernt zu Old Sacramento im SureStay by Best Western Sacramento South Natomas (2654 El Centro Rd, Sacramento, CA 95833) und zahlen für eine Nacht mit Frühstück gerade mal 70€.

Anfangs waren wir von der Lage etwas geschockt. Das Navi führte uns nämlich ersteinmal an das Ende des Industriegebietes. Hier stehen Autos, die alles aandere als einen annehmlichen Eindruck machen, merkwürdige gestalten an und in den Autos. Bis wir verstehen: die wohnen in den Autos. Gruselig und wir drehen sofort um. Und finden die Einfahrt auf die Strasse, die zu unserem Hotel führt. An der Rezeption beruhigt man uns. Der Parkplatz steht unter ständiger Kamerabewachung und hierher kommen diese Menschen nicht. Trotzdem laden wir alles aus dem Auto, auch wenn es nur für eine Nacht ist. Normalerweise nehmen wir nur unsren Technikkoffer, unser Übernachtungsköfferchen und die Lebensmittel raus…aber sicher ist sicher. Und unseren George können wir vom Zimmer auch sehen, also alles paletti.

 

Wir bestellen uns ein Uber und der Fahrer bringt uns durch das immer noch anhaltende Verkehrchaos sicher nach Old Sacramento, das historische Herz von Sacramento. Man wird direkt in die Zeit des Goldrauschs der 1850er Jahre versetzt. Entlang des Sacramento River erwarten uns restaurierte Holzgebäude, breite Holzstege, historische Läden, Restaurants und Museen. Wir bummeln durch die Strassen und ja, uns gefällt es. Und am Sacramento River gibt es sogar Seelöwen. Damit haben wir nicht gerechnet. Hier ist auch der Endpunkt des Pony Express sowie der ersten transkontinentalen Eisenbahn. Und an dem kleinen Bahnhof gibt es einen schönen, ja wir würden es hier Imbiss nennen. Da es immer noch so heiss ist, freuen wir uns, unser Abendessen an der frischen Luft einzunehmen. Thomas gönnt ssich ein Bier. Modelo. Dass es aber hier ganz merkwürdige Sorten gibt, verzieht er sein Gesicht.n Statt eines kühlen „noirmalen“ Bieres war das hier ein Gepansche mit Tomatensaft und anderen merkwürdigen Zutaten. Ungeniessbar, zumndest für unsre Geschmacksknospen. ich selbst mag kein Bier, aber probiren musste ich auch. Pfui sag ich nur.

Also geniessen wir dann unser Abendessen, Fish & Chips und Garnelen mit Kokospanade ganz traditionell amerikanisch mit Coca Cola us der Glasflasche. Und das Essen war wirklich lecker. Frisch zubereitet und kein Fertigkram aufgewärmt. Hat sich gelohnt.

 

So langsam setzt bei uns die Erschöpfung ein. Wir htten keine lange Fahrt, aber die Sorge um unseren Freund und die Hitze machen uns zu schaffen. Und so geht es wieder mit Uber zurück ins Hotel. Der Verkehr hat langsam nachgelassen, und so blicken wir etwas entspannter auf den morgigen Start. 

 

Das ist unsere letzte Nacht in Kalifornien. Unglaublich. Die Zeit rennt…

 

© 2026 Silke & Thomas Geipel – Alle Rechte vorbehalten

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.