9. Mai 2025
Damit haben wir nicht gerechnet!
San Francisco was für eine Stadt!
Zugegeben, der erste Tag lief etwas anders. Unser Ausflug auf den Flugzeugträger fiel aus. Auf der anderen Seite der Bay gab es wohl eine Schiesserei und unser netter Mensch an der Rezeption hat uns abgeraten, momentan dorthin zu fahren. „Not a safe space at this time“ war seine Aussage. Vor allem, weil wir ohne Auto unterwegs sind. George hat 4 Tage Auszeit verdient, hat er uns gestern doch nach genau 2591km sicher hergebracht. Sicherheit geht vor. Das Geld für den Eintritt auf die USS Hornet haben wir übrigens anstandlos zurück bekommen!
Apropos ohne Auto unterwegs: San Francisco kann man wunderbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden! Wir haben uns eine 3-Tage-Fahrkarte gegönnt. Inklusive Cable Car. Das Ganze hat uns 35$ pro Person gekostet. Allein eine Fahrt mit der Cable Car kostet schon 8 oder 9$. Dazu haben wir die MUNI-App, genutzt, das ist die offizielle App der kommunalen Nahverkehrsbetriebe von San Francisco und die betreibt das gesamte Verkehrsnetz. Kann man in jedem App-Store herunterladen und dann schauen, welche Fahrkarten für einen in Frage kommen. Welche Linien wir nehmen müssen, haben wir mit Google Maps herausgefunden, aber auch das geht in der App. Das Verkehrsnetz in San Francisco ist wirklich super übersichtlich und organisiert, unsere "Heimhaltestelle" lag tatsächlich keine 5 Minuten zu Fuß von unserem Hotel entfernt.
Wir machen uns auf zum Golden Gate Park, quasi das Pendant zum Central Park in NYC. Schön ist es, groß ist es. Und ein Parkhaus unter einem Park haben wir so auch noch nicht entdeckt. Aber das brauchen wir nicht. Selbst wenn wir nicht durch den Park laufen wollen würden, man könnte auch in eines der kostenlosen Shuttles steigen, die hier im Park verkehren.
Im Park findet gerade ein Charity-Lauf statt, wir sehen dem Treiben ein wenig zu, während wir das suchen, was uns eigentlich hierher gelockt hat. Wir hatten das in einem Video von zwei Schweizern gesehen. Ein schöner großer Pavillion, den wir einfach in den Golden Gate Park verfrachtet haben. Zumindest gedanklich, denn wenn wir ehrlich sind: natürlich haben wir uns für San Francisco so einiges notiert, was wir sehen wollen, Wenn man zum ersten Mal in einer so großen Stadt ist, dann sind das natürlich die wahrscheinlich bekanntesten Touristenattraktionen. So ganz kommen wir am Mainstream leider auch nicht vorbei… Und irgendwie haben wir da was in unserem Enthusiasmus heute morgen etwas durcheinander gebracht, denn unser Objekt der Begierde steht hier gar nicht, sondern am Rande des Presidio unten am Meer. Aber uns ist das unterm Strich egal. Denn so haben wir etwas erkundet, was wir ehrlich gesagt nicht wirklich auf unserer To-do-Liste stehen hatten. Für diesen Park braucht man schon einige Stunden, wenn man viel sehen will. Und deshalb hatten wir den Park gar nicht so wirklich auf dem Plan, weil wir unsere Zeit anderweitig verbringen wollten. Unterm Strich ist das hier gerade geschenkte Zeit, denn eigentlich wären wir ja jetzt auf dem Flugzeugträger. Der Park ist riesig, wirklich schön und in verschiedenste Abschnitte aufgeteilt, die teilweise Eintritt kosten. Nachdem wir unseren Irrtum bemerkt haben, bummeln wir einmal quer durch den Park zur nächsten Bushaltestelle, und nehmen den Bus zu unserem „Pavillion“.
Wenn wir iin einer fremden Stadt mit den Öffentlichen unterwegs sind, schauen wir eigentlich nur danach, welche Linie wir von A bis B nehmen müssen. Dazwischen…freuen wir uns über alles, was wir zufällig entdecken. Dass unser Bus dann auch noch direkt an der Golden Gate Bridge hält, war dann für uns eine schöne Überraschung. Natürlich steigen wir aus, zur Brücke wollten wir heute sowieso. Und sie liegt wieder in hellem Sonnenschien, das ein oder andere Wölkchen und ein wenig Nebel zieht ab und an mal darüber hinweg. Aber ansonsten haben wir wieder genau so viel Glück wie gestern und haben schon den zweiten Tag freie Sicht auf dieses faszinierende Bauwerk.
Und obwohl die Sonne scheint, bläst uns ein eiskalter Wind um die Ohren.
Wir essen hier im Roundhouse übrigens das beste Croissant ever, Pistacchio/Hazelnut. Da kann jeder französische Bäcker gepflegt einpacken. Der Kaffee dazu war mindestens genauso gut, der Spass war nicht einmal besonders teuer. Für kalifornische Verhältnisse. Und frisch gestärkt ging es zu Fuss zum Palace of Fine Arts. Wahnsinn! Also mit Kunst haben wir nicht wirklich was am Hut und das hier ist ein wunderschöner Garten. Man hat das Gefühl, irgendwo im alten Rom zu stehen.
Und dann geht es zur Fishermans Wharf. Hier steppt der Bär. Ok, es ist Samstag und die Stadt voller Touristen. Trotzdem macht es Spass, hier durchzuschlendern und die Atmosphäre aufzusaugen.
Bis uns der kleine Hunger überkommt. Bei In‘n Out hat man das Gefühl, es gäbe morgen nichts mehr zu Essen. Die Läden sind immer rappelvoll. Aber wir warten, denn es lohnt sich. Und nochmal gestärkt geht es zum Pier 39. Die berühmten Seelöwen anschauen. Und ehrlich…ich kann mich kaum loseisen.
Ein wenig Shopping darf es noch sein, Bubba Gump und Hardrock sind für uns Pflichtprogramm. Und nach über 12 Kilometern zu Fuss sind wir irgendwann wieder im Hotel.
San Francisco hat unser Herz erobert und ist von Null direkt auf Platz 2 gelandet. Nach NYC.
Sonntag, 10. Mai 2026
Den heutigen Tag in nur einem Bericht? Fast unmöglich, so viel haben wir gesehen und erlebt. Aber ich versuche es.
Los ging es mit unserer ersten Waymo-Fahrt, Ziel Painted Ladies. Und wir sind begeistert! Also von der Fahrt. Wir haben uns sicherer gefühlt, als mit einem Menschen hinterm Steuer.
Die Painted Ladies waren leider nicht so bunt, wie erwartet. Aber sehr schön anzusehen.
Weiter zur Lombard Street, aber zu Fuss runter und wieder rauf. Fahren werden wir sie am Dienstag.
Und dann ging es zu unserer ersten Fahrt mit dem Cable Car. Ziel Embarcadero, da wo diese Wägelchen von Hand gedreht werden.
Da wir heute lauffaul sind, nehmen wir dann auch noch direkt die historische Strassenbahn zum Pier 39, ein bisschen bummeln. Und um bei Boudin eine wirklich leckere Suppe aus einem Brot zu essen, dass seinen Namen verdient hat. Wir sind ja bekennende Brotliebhaber!
Und dann entdecken wir den verrücktesten, aber auch schönsten Weihnachtsladen auf dem Pier. Also Käthe Wohlfahrt kann da gepflegt einpacken! Natürlich mussten wir auch heute die Seelöwen besuchen. Wir könnten da stundenlang zusehen…
Mit dem Bus weiter nach Chinatown. Und das war mal endlich so, wie wir es uns vorstellen. Wir haben uns komplett in eine andere Welt versetzt gefühlt. Das war echt interessant und auch lecker. Zumindest haben wir Gebäck probiert, da waren wir auf der sicheren Seite. Aber wenn wir ehrlich sind: China wird nicht auf unserer Bucketlist landen.
Direkt neben Chinatown liegt Little Italy. Und da tobt auch das Leben, aber anders.
Und irgendwann sind wir komplett überladen von all den Eindrücken heute. Und nehmen noch einmal die Cable Car, Endhaltestelle nicht weit von unserem Hotel.
Montag, 11. Mai 2026
Alcatraz! Das wohl berühmteste Gefängnis der Welt. Und heute noch ein absoluter Magnet. Wenn man da nicht frühzeitig Tickets bestellt, wird es schwierig. Die sind teilweise schon Monate im voraus ausgebucht. Es gibt nur einen offiziellen Anbieter, um AUF die Insel zu kommen.
Von allen anderen lässt man besser die Finger!
https://www.cityexperiences.com
Wir hatten Glück, und sind heute morgen direkt mit der ersten Fähre rüber. Bleiben darf man, solange man möchte. Und: es gibt einen kostenlosen Audioguide, 12 Sprachen werden derzeit angeboten. Ein Erlebnis, was wir so schnell nicht vergessen werden. Beschreiben? Schwierig. Alcatraz muss man tatsächlich erleben.