8. Mai 2025

If you're going to San Francisco 

Was für eine Fahrt! Es wurde nicht nur landschaftlich richtig schön, es war zeitweise auch ganz schön aufregend! Aber der Reihe nach…

 

Wir verlassen unser Motel in Fort Bragg sehr früh. Wir haben uns dazu entschlossen, den langen Weg bis San Francisco über den Pacific Coast Highway etwas zu verkürzen. Das spart uns mindestens zwei Stunden Zeit, denn wir wollen nicht im Rushhour-Chaos landen. Ok, in amerikanischen Großstädten ist irgendwie gefühlt immer Rushhour, aber San Francisco kennen wir nur vom Flughafen her und können es nicht einschätzen.Worst Case wäre der Verkehr wie in Los Angeles. Machbar, aber zeitaufwändig und nervig.

 

Wir schauen uns noch ein wenig Fort Bragg an, bevor wir endgültig aufbrechen. Es gibt schönere Orte, aber für uns versteckt sich ein kleines Highlight. Der Skunk-Train. Ein historischer Zug, der durch die Redwoods fährt. Na das hätten wir eher wissen müssen. Den liebevoll gemeinten Spitznaamen Skunk-Train hat der Zug, weil er stinkt wie ein Stinktier, so viel haben wir noch herausgefunden.

 

Wir füttern unseren George nochmal mit frischem Benzin. Für kalifornische Verhältnisse tanken wir hier wirklich günstig. 5,89$ die Gallone! Überall sonst hier liegt der Preis bei über 6$. Für deutsche Verhältnisse in der Umrechnung noch richtig günstig, aber auch hier in den USA wird heftig geschimpft. Damit ist es aber ziemlich schnell vorbei, wenn wir unsere Spritpreise erwähnen.

 

Es geht noch ein Stück über die 1 durch Mendocino. Richtig, der berühmte Ort aus dem ollen Gassenhauer. Ehrlich? Wir haben sogar geschaut, ob wir dort übernachten sollen. Aber die Idee haben wir mal schnell sein gelassen. Kein Hotel unter 200€ die Nacht zu bekommen. Der Ort muss ja wirklich besonders schön sein. Entsprechend hoch war wahrscheinlich unsere Erwartung. 

Naja…also wir fahren durch und ja, alte Häuser und ein paar Geschäfte machen wir aus. Und das Stück Küste was wir sehen, ist auch schön. Aber sonst? Eigentlich ein ganz normaler Ort an der kalifornischen Küste. Und wir haben den ersten Wurm an diesem Tag im Ohr.

 

Wir fahren noch ein kurzes Stück über die 1. Mal wieder ein ziemlich enges und kurviges Stück. Schön zu fahren, aber auch hier braucht man wie gestern schon ein wenig starke Nerven. Und dann kommt der Abzweig zur 128 und wir fahren am Navarro River entlang. Und sind plötzlich wieder in einem State Park voller Redwood-Bäume. Aber…nicht ganz so mächtig wie die gestern. 

Viel Verkehr ist hier nicht, umso mehr wundern wir uns, dass uns ein Auto aufblinkend entgegenkommt. Hinter der nächsten Kurve sehen wir warum. Mitten auf der Strasse steht ein PKW, ein weiterer am Strassenrand. Eine Frau steht am Wagen und es steigt eine ältere Dame aus. Wir halten. Merkwürdig die Situation, denn wir können nicht erkennen, dass sich die beiden Wagen berührt hätten. Wir gehen uf die beiden Frauen zu und biten unsere Hilfe an. Die ältere Dame steht sichtlich unter Schock. Die Dame, die sich um sie scheinbar kümmert, erzählt uns, dass plötzlich ein Bär zwischen den Bäumen hervorlief und die ältere Dame voll in ihn hineingefahren ist. Auweia.

 

Hinter uns hielten schon weitere Fahrzeuge und ein Mann fragte, ob bereits jemand 911 angerrufen habe. hatte niemand, denn wir mussten feststellen, dass wir absolut kein Netz hatten. Normalerweise kann man trotzdem noch einen Notruf absetzen, aber sekbst das ging hier nicht. Der Mann hatte ein Funkgerät dabei und so konnte er um Hilfe rufen. Einige Fahrzeuge fuhren bereits weiter. Uns tat die ältere Dame leid. Wir haben Glas- und Plastiksplitter von der Strasse geräumt, ihr eine Flasche Wassser gegeben. Sie war so dankbar, dass sie nicht allein war. Und machte sich mehr Sorgen, dass der Bär verletzt ist, als um sich selbst. Den Wagen von der Strasse zu schieben, war nicht möglich. Der komplette Kühler war eingedrückt und da haben wir erst gesehen, wie gross der Bär gewesen sein muss. Uns war doch ganz schön mulmig, aber wir haben das Tier nicht gesehen und gehört. 

Irgendwann verabschieden wir uns, denn wir können hier nicht weiter helfen. Aber nach dem Erlebnis sind wir mit einem extra Blick weitergefahren. Dass uns auf unserer Tour vielleicht irgendwann Bären begegnen, wissen wir. Allerdings haben wir damit nicht in Kalifornien gerechnet.

 

Weiter geht es für uns auf der 128. Eine wirklich schöne fahrt durch eine lamdschaft, die wir so nicht erwaret haben. Weinberge, noch mehr Weinberge und Berge. Wüssten wir es nicht besser, hätten wir uns in die Alpen oder sogar fast in die Toskana versetzt gefühlt. Wir kommen in ein kleines Städtchen. Booneville. Und gönnen uns au den Schreck erst einaml einen guten Kaffee. Kurz vorher kam uns ein Rettungsfahrzeug mit Blaulicht und Sirene entgegen. Wir vermuten, dass er zu der Unfallstelle unterwegs war. irritiert stellen wir fest, dass wir schon gfgast wieder eine halbe Stunde gefahren sind. Ja, hier in der Abgeschiedenheit dauert es manchmal etwas lnger, bis Hilfe kommt…

 

Und schon wieder geht es über enge und kurvige Bergstarssen. Herrje, so langsam sehne ich mich nach schnurgeraden, meilenlangen Strassen, die scheinbar irgendwo hinterm Horizont enden. 

 

Wir erreichen wieder die 101, die uns nun nach San Francisco bringen wird. Fun Fact: sie führt sogar an unserem Hotel entlang! 

Bei Santa Rosa wird der Verkehr langsam mehr, aber doch…überschaubar und nicht so schlimm wie in Los Angeles. San Francisco rückt immer näher und dann sehen wir sie. die Golden Gate Bridge. Klar und deutlich im Sonnenschein und ohne Nebel. Was ein Anblick. Noch ein kurzer Stopp auf einem Parkplatz, wir wandern aber nicht bis hoch zum Aussichtspunkt. Wir machen unsere Kameras startklar und dann fahren wir über diese berühmte Brücke. Ein wahnsinnig schönes Gefühl. 

 

Am Ende wartet die Mautstation. Maut zahlt man hier nur, wenn man naach San Francisco reinfährt, raus nicht. Die Mauthäuschen sind nicht mehr besetzt, die Maut kann man nur entweder über ein Nummernschildkonto oder über das sogenannte fstrak bezahlen. Wir haben gestern noch ein „kurzfristiges kennzeichenkonto“ eingerichtet. Die überteuerten Mauttracker der Autovernieter sollte man auf gar keinen Fall nutzen. Egal wo. Uns wird immer wieder davon abgeraten und diesen Rat geben wir gerne weiter.

 

Angekommen in San Francisco und wir werden 4 Nächte bleiben. Es war nicht so einfach, hier ein Hotel zu finden. Unser Hauptkriterium: SICHERES VIERTEL, in Frisco nicht unerheblich! Schön wäre es, wenn es noch halbwegs für uns zentral liegt und vor allem bezahlbar ist. Und wir hatten wirklich Glück. Unser Hotel kam sofort in die ganz enge Auswahl, gebucht haben wir allerdings erst, nachdem wir mit uns mit jemandem in einer Facebook-Gruppe ausgetauscht hatten. Er selbst lebt in der Nähe von Frisco, die Tochter mittendrin. Und er hat uns quasi "grünes Licht" gegeben, was die Sicherheit und den Preis angeht. Also Socialmedia kann auch hilfreich sein...

Wir wohnen also im Inn on Broadway (2201 Van Ness Avenue, Pacific Heights, San Francisco, CA 94109) und zahlen für 4 Nächte ohne Frühstück knapp 400€. Dafür ist sogar der Parkplatz mit drin, in anderen Hotels hätten wir da noch ab 30$ pro Tag aufwärts zahlen dürfen.

 

Und wir haben es wirklich gut angetroffen. Wir durften schon 2 Stunden eher einchecken, ein grosse und gemütliches Zimmer fast im Herzen von San Franciisco. 

Viel haben wir nicht mehr unternommen. Die Fahrt hat uns wirklich geschlaucht. Also haben wir etwas gemacht, was wir noch nicht kannten. Wir sind 3 Blocks bergauf zum nächsten Waschsalon gelaufen. Muss auf einem Roadtrip ja auch mak sein. Normalerweise machen wir das im Hotel, aber wenn es keine Laundry gibt…gehen wir halt in die Neighborhood. Zwischendurch haben wir uns noch ein paar Lebensmittel besorgt. Wir versorgen uns viel selbst und haben uns einen kleinen Sandwichoastr gekauft. Der hat sich schon wirklich bezahlt gemacht. 

 

Also sitzen wir nun bei wunderbar schmeckenden Eigenkreationen und lassen einen aufregenden Tag Revue passieren. Und freuen uns auf die nnächsten Tage in Frisco. Denn was wir bisher gesehen haben, gefällt uns. Auch die Menschen. Alle sehr freundlich und hilfsbereit. Typische Amerikaner eben.

 

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