Route 66 - die Reise unseres Lebens
Der letzte Bundesstaat
Wir verlassen heute Lake Havasu City und dann geht es wieder Richtung Route 66. Aber nicht, ohne vorher nochmal über die London Bridge zu fahren, der kleine Umweg macht jetzt auch nichts mehr aus. Es ist schliesslich wie immer früh am Tag und eine überschaubare Etappe liegt vor uns. Der Vorletzte, um genau zu sein. Nicht wirklich kurz mit gut 170 Meilen und unser Ziel ist Barstow. Aber geplant ist für unterwegs nicht wirklich viel, ein paar Stops am Wegesrand quasi.
Wir hatten ein einfaches Motel gebucht, ein Super 8. Können wir auch empfehlen, wenn man mal nach Lake Havasu möchte und das zu einem überschaubaren Preis. Gerade im Sommer und dann noch am Wochenende sind die Zimmerpreise schnell astronomisch, das sehen wir nicht ein. Für ein oder zwei Nächte war es absolut in Ordnung. Freundlich und sauber, auch der Poolbereich. Wir haben wunderbar geschlafen und kostenlosen Kaffee in der Morgensonne genossen. Was will der Mensch mehr?
Wir fahren raus aus Lake Havasu City. Hat uns hier gefallen. Bevor es aber wieder auf die Route 66 geht, halten wir noch einmal am Walmart. SIM-Karte umtauschen. Warum? Unsere SIM-Karten sind zwar 4 Wochen gültig, aber das Datenvolumen neigt sich doch sehr dem Ende. Also wollten wir gestern neue holen, für den Fall der Fälle. Wir wurden super beraten, aber die beiden jungen Verkäufer waren sich nicht sicher, ob die US-Prepaidkarten auch in europäischen Geräten funktionieren. Sie haben uns eine SIM-Karte verkauft, die bei 3 Anbietern funktioniert. Wir sollen es einfach in Ruhe im Hotel durchprobieren und versuchen – und wenn es nicht geht, dann bekämen wir unser Geld selbstverständlich zurück. Kein Anbieter funktionierte, Packung war natürlich aufgerissen – kein Problem, wir bekamen wie versprochen unser Geld zurück. Man hat noch nicht mal kontrolliert, ob wir das Datenvolumen nicht doch benutzt hatten, ohne es zu sagen. Im Gegenteil, wir bekamen noch einen Gutschein über 10$ für unsere Unannehmlichkeiten und konnten den direkt im Walmart beim Bezahlen einlösen. Getränke mussten wir ja auch noch holen. Nur ein Beispiel für Service und Kundenfreundlichkeit in den USA. Wir, die aus der Servicewüste Deutschland kommen, waren am frühen Morgen mal wieder total baff.
Wer von Arizona nach Kalifornien rüberfährt, sollte auch nochmal in Arizona den Tank vollmachen. Kalifornien ist sowieso mit der teuerste Bundesstaat, und zum Zeitpunkt unserer Reise im Juni 2022 war der Spiritpreis übelst hoch. Mit Glück konnten wir dort unter 6 Dollar/Gallone tanken. Umgerechnet etwa 1,85€ pro Liter. Der Liter Spirit kostet sonst etwa umgerechnet im Landesdurchschnitt 1,25€. Barzahlung wird an der Tankstelle übrigens auch belohnt: das ist billiger, als mit Kreditkarte zu bezahlen! Tja, die Gebühren dafür werden hier vielenorts an den Kunden weitergegeben.
Und dann sind wir wieder unterwegs. Wir verlassen den Colorado River, Arizona und kommen nach Kalifornien. Der letzte Bundesstaat auf unserer Reise. Zur Winterzeit hätten wir hier wieder eine Zeitumstellung. Aber…da Arizona der einzige Bundesstaat ohne Sommerzeit ist, haben wir die Uhr ja schon vor einigen Tagen umgestellt. Heute bleibt alles, wie es ist. Kalifornien hat übrigens auch Grenzstationen. Wir kennen sie nur auf dem Weg nach Kalifornien. Aber es sind mehr Kontrollstationen. Hier wird stichprobenartig kontrolliert, ob man verbotene Lebensmittel mit sich führt. Oder Tiere. Oder Holz. In der Tat. Kalifornien ist da ein wenig strenger als andere Bundesstaaten. Oder wollen wir sagen, Kalifornien ist ja immer etwas „Besonders“. Es ist tatsächlich verboten, bestimmte Früchte und andere Dinge mit in den Staat zu bringen. Zitrusfrüchte stehen ganz oben auf dem Index. Bei anderen Obstsorten kommt es ein wenig darauf an, wo man sie her hat. Nüsse sind auch nicht gern gesehen. Ist alles staatlich geregelt, und wer zB im Wohnmobil Brennholz dabeihat, der sollte das vor der Grenze entsorgen. Kalifornien will sich so vor Pflanzenschädlingen schützen. Aber es besteht auch der Verdacht, dass Kalifornien lieber seine eigenen Produkte verkaufen möchte, denn hier wird so gut wie alles aufgebaut. Für uns mag das ein wenig lächerlich klingen, aber es ist ein Gesetz und da hält man sich besser dran. Wir wussten das, und haben natürlich vorher unser Obst vertilgt.
Wir kommen nach Needles, quasi die erste Stadt hinter der kalifornischen Grenze. Die Stadt, 1883 gegründet, diente als wichtiger Verkehrsknotenpunkt während des Baus der Eisenbahnlinien im 19. Jahrhundert. Needles ist nicht überlaufen und die Route 66 führt mehr oder weniger mittendurch. Darum ist die Stadt auch immer ein beliebter Stopp für Reisende wie uns.
Auf Frühstück haben wir heute Morgen ganz bewusst verzichtet, denn das wollen wir hier in Needles im Wagon Wheel Restaurant einnehmen. Hier sind wir schonmal 2019 mit meinen Eltern gewesen und wir wissen, dass uns hier ein schönes Restaurant mit gutem Essen erwartet. Das Wagon Wheel erhielt seinen Namen im Jahr 1978, das Restaurant gab es aber schon in den 1950er Jahren. Hier haben wir übrigens auch damals unseren Route-66-Pass gekauft und den ersten Stempel bekommen. Konnte ja zu der Zeit niemand wissen, dass ein paar Monate später ein Virus die ganze Welt lahmlegte und auch wir unsere Reise verschieben mussten.
Was wir bei unserer Planung nicht bedacht hatten: es ist Sonntag. Normalerweise nicht das Problem, aber es ist zusätzlich auch noch Vatertag in den USA. Im Gegensatz zu Deutschland sind uns keine Horden an besoffenen Typen begegnet, sondern hier wird das auch wirklich gefeiert, die Zeit wird mit dem Vater verbracht. Und somit war das Wagon Wheel bis auf den letzten Platz voll, Wartezeit etwa 1 ½ Stunden! Ok, wir holten noch unseren Stempel für den Passport und lassen unsere Fahne signieren… und machen uns mit leerem Magen wieder auf den Weg. Nicht weit, denn wir halten am Fender's River Road Resort. Übrigens ein guter Tipp für einen Route 66 Roadtrip, den wir von Ellen und Udo Kinkel haben. Die beiden haben die Route 66 mehrfach bereist, sind Fotografen und haben einen wunderschönen Bildband dazu herausgegeben! Auch die Facebook-Seite ist für jeden, der sich für die Route 66 interessiert, ein wertvoller und unterhaltsamer Rat- und Tippgeber. Das Resort liegt direkt am Colorado und wenn wir nicht in Lake Havasu City übernachtet hätten, wäre das unsere Wahl gewesen. Aber das ist nicht der Grund für unseren Halt. Ellen und Udo haben uns gefragt, ob wir dort Grüße an Rosie, die Betreiberin, ausrichten würden. Das haben wir sehr gerne gemacht und Rosie hat sich unglaublich darüber gefreut. Ein herzlicher und freundlicher Mensch. Leider unsere erste und auch letzte Begegnnung mit dieser fröhlichen Frau, die bei unserem Besuch schon so schwer krank war. Rosie hat den Kampf gegen eine schwere Krankheit nicht gewonnen.
Es geht raus aus Needles, wieder auf die Interstate und direkt wieder runter. Der Verlauf der 66 ist manchmal etwas kurios. Und es geht weiter durch die Wüste. Hier kann man es unschwer erkennen. Nichts, aber auch gar nichts unterwegs. Wir finden das dann etwas eintönig. Nur die Eisenbahn erfrischt mal ab und an den Horizont.
Mitten im Nirgendwo liegt Goffs. Und hier haben wir das Pech oder auch das Glück, am Bahnübergang halten zu müssen. Das dauert hier in den USA schon etwas länger, denn Güterzüge haben hier eine Länge von gut 3km.
Wir wissen noch nicht, wie weit wir die Route 66 auf diesem Stück fahren können. Normalerweise geht sie in einem Bogen um etwa Fenner durch bis Ludlow. Aber hier sieht man mal wieder, was die so berüchtigten Sturzfluten anrichten können. Die Straße, bzw. die ganzen Brücken, sind total beschädigt, so dass die Straße gesperrt werden musste. Wir müssen auch bei Fenner wieder auf die Interstate und fahren irgendwo ab Richtung Amboy. Eine kleine Stadt mitten in der Wüste, etwa in der Mitte zwischen Needles und Barstow. Wenn man heute nach Amboy kommt, kann man sich nicht vorstellen, dass hier in den 1930er und 40er Jahren fast 200 Menschen leben. Es gab 13 Geschäfte, 3 Tankstellen, ein Postamt, eine Schule, eine Kirche. Unter anderem. Eine lange Geschichte kurz erzählt: Die Stadt Amboy wurde 1955 von einem Fotografen namens White gepachtet und 2000 für 710000$ gekauft. Und ziemlich runtergewirtschaftet, knapp ausgedrückt. 2003 wurde Amboy von ihm sogar auf eBay angeboten, aber nicht verkauft. 2005 kaufte Albert Okura, Inhaber einer Hühnchen-Restaurantkette und Besitzer des Original McDonalds in San Bernardino, Amboy unter Auflagen des Erhalts für 425000$ in bar. Er verstarb aber 2008, immerhin schon 91 Jahre jung. Naja und was wir jetzt sehen, ist quasi alles, was übrig ist. Aber trotzdem Kult an der 66. Und Roys dient als Drehort. Für Hollywood-Filme, Werbefilme, Musikvideos. Bei uns wahrscheinlich mit am bekanntesten ist von Iglesias das Video zu „Hero“.
Da Amboy fernab aller Zivilisation liegt, sind die Preise hier entsprechend. Und Toiletten kann man hier zwar benutzen, aber wir haben hier nicht nur den schlechtesten Kaffee ever getrunken, die Entsorgung selbst sollte man sich für später aufheben. Hier gibt es nämlich auch die schmutzigsten Toiletten in den USA. Freundlich war der Betreiber, vielleicht ein wenig lustlos. Unsere Frage, ob der Weg nach Ludlow irgendwie befahrbar sei, meinte er mit einem Schmunzeln, wir können uns selbst einen Überblick verschafffen. Und wenn wir mutig sind und etwas Offroad fahren möchten, wäre der Weg nach Ludlow kein Problem, es gäbe noch eine Straße neben der Route 66.
Ok, wir machen noch ein paar Fotos und dann versuchen wir einfach unser Glück. Unterwegs kommt man übrigens an der Zufahrt zum Amboy Krater vorbei. Wer Lust hat, kann gut 1 ½ Stunden dort hoch wandern. Wir haben aber keine Lust.
Zwar sind immer wieder Hinweisschilder, dass die Straße gesperrt ist, aber da sie lange in einem normalen Zustand ist und zudem die Schilder auch immer wieder weggerückt scheinen, keimt die Hoffnung auf, dass wir evtl doch noch die noch gut 25 Meilen bis Ludlow hier fahren könnte.
Trotz Schildern wagen wir es einfach
Nach etwa 4 oder 5 Meilen verstehen wir aber, warum der Betreiber im Roys geschmunzelt hat. Ab hier ist die Route 66 tatsächlich nur noch Offroad zu befahren. Oder besser gar nicht, hier ist nicht umsonst komplett abgesperrt. Also wer meint, hier weiter zu können, der muss völlig wahnsinnig oder selbstmörderisch unterwegs sein. Ab wann das hier wieder passierbar ist, steht nach all den Jahren immer noch in den Sternen. Also zurück, aber wir halten wenigstens mal an einem Lavafeld, wenn wir schon zu faul sind, zum Krater zu laufen. Und dann müssen wir den gleichen Weg komplett zurück vorbei an Roys durch die Öde Wüstenlandschaft zur Interstate. Und wieder gut 30 Meilen nur die I-40, bis wir bei Ludlow endlich wieder auf die Route 66 kommen. Aber ganz ehrlich: Es macht hier keinen großen Unterschied, wo man fährt. Auf der I-40 geht es halt schneller als auf der Route 66. Aber die Landschaft ist eintönig gleich. Das ist genauso ermüdend wie die Fahrt aus dem Monument Valley raus vor einigen Tagen. Aber dort gab es immerhin mal ab und etwas mehr zu sehen.
Die Mojave Wüste hat für uns im Übrigen eine sehr persönliche Besonderheit parat. Schon 2018 ist es uns passiert, das wir hungrig hier durch fahren. Damals waren wir auf dem Weg von Phoenix nach Las Vegas. Um 3 Uhr morgens ging es los. Um über Kalifornien zu fahren, haben wir einen kleinen Umweg in Kauf genommen. Wären wir damals nach der Grenze nur noch ein kleines Stück geradeaus gefahren, hätten wir das geplante Frühstück bekommen. Wir haben aber die Straße nach rechts genommen und nach gut 40 Meilen auf dem Navi eine Stadt namens Vidal entdeckt. Der Plan war, dann dort zu frühstücken. Wie gesagt, das war der Plan. In Vidal machen wir dann unsere erste Begegnung mit einer Ghosttown. Aber so richtig Ghosttown. Also weiter, unterwegs eine Tankstelle. Mit angrenzendem Diner. Davor ein Auto. Beim Näherkommen stellten wir dann fest: Die Reifen an dem Auto waren schon platt und das Diner geschlossen. In der Tankstelle gab es nur einen guten Kaffee für die Weiterfahrt und den Tipp, in Needles unser Glück zu versuchen. Der Diner nebenan sei schon länger geschlossen. Also hungrig durch die Wüste. Dann zum ersten Mal in Needles und um 11 Uhr morgens gab es dann endlich was zu essen. An diese Anekdote mussten wir heute auch wieder denken. Da das Wagon Wheel in Needles richtig voll war, sind wir ohne Frühstück weiter. Und auch hier gibt es unterwegs: NICHTS! Bei Roys gab es wie schon erwähnt nur einen schlechten Kaffee. Wir haben zwar sonst Proviant mit, aber da wir ja auch noch durch die Kontrolle an der kalifornischen Grenze mussten, bestand der nur aus ein paar Keksen. Die waren schon lange verdaut. Happy, an der Ausfahrt zur 66 eine Tankstelle mit Grill zu entdecken wurden wir direkt wieder ernüchtert. Der hatte nämlich zu. Wegen Umbauarbeiten. Wir waren beim Blick auf die Spritpreise übrigens einmal mehr froh, nochmal in Arizona getankt zu haben! Also hungrig weiter in Richtung unseres nächsten Ziels. Die Landschaft wurde nicht schöner, aber wir wieder auf der Route 66 unterwegs.
Wer kennt denn noch den Film aus dem Jahr 1987 „Out of Rosenheim“ mit Marianne Sägebrecht? Der internationale Titel ist Bagdad Cafe.
Der wurde nämlich hier in der Mohave-Wüste gedreht. Im Bagdad Café. Das liegt nicht, wie der Name vermuten lassen würde, in dem kleinen Ort Bagdad zwischen Amboy und Ludlow. Da wären wir so ohne weiteres ja heute gar nicht hingekommen. Sondern bei Newberry Springs. Eigentlich hieß es einmal Sidewinder Cafe, doch „Out of Rosenheim“ sollte in Bagdad spielen. Da das ursprüngliche Bagdad Cafe wie auch der Ort Bagdad bereits verfallen war, wurde eben im Sidewinder Cafe gedreht. Irgendwann blieb der Name Bagdad Cafe, denn den Namen kannten eben viele aus dem Film. Heute existierte nur noch das Café an sich, zum Zeitpunkt unserer Reise wurde dort kräftig daran gearbeitet, es möglichst bald wieder zu eröffnen. Die angrenzenden Gebäude, zum Beispiel das Motel, in dem die von Marianne Sägebrecht verkörperte Figur Jasmin Münchgstetter aus Rosenheim bei München wohnte, nachdem sie ihren Mann mitten in der Wüste verliess, steht nicht mehr. Auch der Wasserturm ist leider nicht mehr da. Aber im Cafe, da ist noch alles so wie im Film. Selbst das Köfferchen steht dort noch. Und es ist innen grösser wie der Film vermuten lässt. Die beiden Damen, die das Café wieder zum Leben erwecken wollen, nehmen sich in all dem Chaos viel Zeit für uns. Ein Erinnerungsfoto mit uns hinter der Theke ist Pflichtprogramm. Wir konnten nur herausfinden, dass man im Bagdad Cafe mittlerweile neben T-Shirts auch Getränke kaufen kann, Essen gibt es dort wohl nach wie vor nicht. Newberry Springs hatte laut Stand im Jahr 2000 tatsächlich 2895 Einwohner. Manchmal täuscht der Eindruck, denn die Ortschaften sind hier ausgedehnt bis ins Hintere
Und immer noch hungrig geht es weiter. Barstow ist jetzt nicht mehr weit, aber wir liegen verdammt gut im Zeitplan. War ja auch nicht wirklich viel, was uns unterwegs zum Halten animiert hat. In einem Video auf YouTube von Fatal Error wurden wir auf ein 50er Jahre Diner aufmerksam. Peggy Sues Diner. Und da zieht uns jetzt nicht nur unser leerer Magen hin. Wir hatten uns ein wenig mehr informiert und waren wirklich neugierig. Peggy Sues ist das, was man unter einem Diner versteht und 1954 erbaut. Peggy Sue's Diner ist bekannt für sein nostalgisches 1950er-Jahre-Ambiente mit karierten Böden, Jukeboxen und klassischem Diner-Dekor.
Und wir wurden nicht enttäuscht. Wir fühlen uns wirklich in der Zeit zurückversetzt. Auch wenn es sicher touristisch ist: Die Preise sind es nicht, hier trifft man auch Einheimische und zumindest früher haben sich auch viele Prominente hier wohl gefühlt. Das bezeugen die vielen Autogrammarten an den Wänden. Wie es heute damit steht wissen wir nicht, ist uns aber auch egal. Wir haben uns total wohl und willkommen gefühlt, das Essen war erstklassig und der Besuch im Peggy Sues der absolute Höhepunkt an diesem Tag für uns. Nicht, weil wir Hunger hatten. Peggy Sues macht auch einfach Spass anzusehen. Für uns ein absoluter Must-Stop an der Route 66. Danke nochmal an Riggi und AliBaba von Fatal Error für den Tipp!
Und dann sind wir schnell am Ziel. Vom Diner sind es nur noch ein paar Meilen bis Barstow. Die Geschichte von Barstow reicht zurück bis in die Zeiten des Wilden Westens, als die Gegend von Pionieren und Goldsuchern besiedelt wurde. Die Stadt spielte eine große Rolle während des Baus der First Transcontinental Railroad, da hier im Jahr 1883 die Eisenbahnlinien der Southern Pacific Railroad und der Atchison, Topeka and Santa Fe Railway zusammenkamen.
Heutzutage ist Barstow vor allem als Raststätte und Verkehrsknotenpunkt bekannt. Die Stadt liegt an der Kreuzung zweier wichtiger Autobahnen, der Interstate 15 und der Interstate 40, was sie zu einem beliebten Zwischenstopp für Reisende macht. Hier gibt es zahlreiche Tankstellen, Restaurants und Motels, um den Bedürfnissen von Durchreisenden gerecht werden.
Sehenswert in Barstow ist auch das Route 66 Mother Road Museum, das die Geschichte der berühmten Route 66 und ihre Bedeutung für die Stadt präsentiert.
Aber morgen ist auch noch ein Tag und wir mögen es ja, unser Sightseeing auf den frühen Morgen zu legen. Nicht so voll, und vor allem nicht so heiss. Zumindest in diesen Gefilden. Das Fazit am Abend: Das war die wohl langweiligste Etappe aller Zeiten. Wüste, Wüste und noch mehr Wüste. Aber die Route 66 führt hier nun mal lang. Also mussten wir da durch.
Wir dachten, wir hätten ein einfaches Hotel gebucht. Das hat sich dann aber als ene richtig noble Herberge herausgestellt. Nicht übertrieben, aber wirklich sehr schön und mit tollen Zimmern. Und der Pool war unser Place-to-be nach dem heutigen Tag.