3. Mai 2025

Twilight im Olympic Nationalpark

Heute geht es endlich los auf unseren Roadtrip. Erstes Ziel soll die Olympic Peninsula sein, die Halbinsel ganz im Nordwesten der USA. Sie soll eine der landschaftlich vielfältigste Region in Nordamerika sein. Regenwald, Gebirge, rauhe Pazifikküste. Wir sind ziemlich gespannt, was uns erwartet. Vor allem ich, denn wir kommen heute auch nach Forks, das Städtchen, in dem die Twilight-Saga spielt.

 

Wir verlassen unser Motel in Buckley und sagen ja, kann man empfehlen. Nette Gastleute, sehr saubere und geräumige Zimmer. So, wie wir es mögen.

Die Fahrt führt uns durch schöne Landschaften und  wir sind gefühlt schneller in Port Angeles, als wir denken. In Wahrheit sind wir schon 3 Stunden unterwegs. Und ganz ehrlich: der Wettergott meint es mehr wie gut mit uns! Obwohl wir in einer der regenreichsten Regionen der USA unterwegs sind, knallt auch heute wieder die Sonne gnadenlos auf uns runter.

 

Von Port Angeles ist eigentlich ein Stopp in Neah Bay geplant. Dort soll es die besten Lobster-Rolls in der Umgebung geben. Hatten wir noch nicht, wollen wir unbedingt mal probieren. Aber. Ich wollte eigentlich nur die Adresse googeln und stelle dabei fest: heute geschlossen. Na bravo. 

Trotzdem beschliessen wir, nach Neah Bay zu fahren. Von dort soll man einen guten Blick nach Kanada haben. Und unterwegs stellen wir fest: wir fahren statt an der Küste durch Wald und noch mehr Wald. Die Strecke zieht sich ewig und bbbis Neah Ba i st es noch mindestens eine Stunde länger. Und die müssen wir auch wieder zurück.

So beschliessen wir, an einem Aussichtspunkt zu halten und ein kurzes Stück zum Strand zu laufen. Kanada muss man doch auch von dort sehen…

Was wir nicht erwartet haben: der Strand ist rappelvoll mit Surfern! Die juan-de-Fuca-Straße, so heisst das Stück Wasser zwischen den USA und Kanada, ist auch noch ein Surferparadies. Stört uns nicht, denn wir haben hier tatsächlich den gewünschten Ausblick. Na, geht doch.

 

Gott sei Dank müssen wir nicht den ganzen Weg zurück, denn unser Navi kennt mal wieder eine Abkürzung. Nicht zum ersten, und sicher auch nicht zum letzten Male. Und das ist immer so eine Sache…wir haben schon das ein oder andere mal geflucht. Aber auch genauso oft gefreut. So auch heute. 

 

Die Bergstrasse, die unser Navi ausgesucht hat, führt uns zu einem wunderschönen See, dem Lake Crecent. Na, das hat sich doch gelohnt! Riesengroß (wie fast alles hier in den USA) und klares, blaues Wasser. Hammer! 

 

Und wir sind den kompletten See entlang gefahren, bevor uns die 101 nch Forks bringt. Das sollte eigentlich ein kleines Highlight für mich sein, denn ich bin hier im Twilight-Land! Was soll ich sagen? Vielleicht liegt es am heissen Wetter, dass uns mittlerweile echt zu schaffen macht, oder an der Tatsache, dass die Twilight-Saga ja nun auch schon ein paar Tage alt ist? 

Klar, die Saga lebt hier irgendwo weiter. Das Museum hat heute geschlossen. Das mit den ganzen Requisiten und so…muss man ja sehen, oder!? Schade finde ich das schon. Nun, dann in den Shop. Na danke, also ich hab nichts gegen Nippes und Kitssch, aber das war selbst für mich zubiel des Guten. Oder zu wenig, denn was draussen so gross beworben wurde, war dann ein kleines Eckchen mit China.Kitsch. Und das unterstütz ich nciht, wenn ich es vermeiden kann., Und hier kann ich.

Der nächste Shop war dann aber ein kleines Highlight! Etwas Requisite, Fotomöglichkeiten. Na wenigstens etwas. und ein Shirt Made in the USA. Gekauft! Und dann geht es zum letzten Drehort für heute: der Strand La Push!

 

Im und um Nationalparks sind natürlich die Übernachtungskosten höher wie außerhalb. Allerdings wäre es von der Planung her nicht anders gegangen, als hier zu übernachten. Schliesslich fahren wir morgen weiter nach Oregon, so viel können wir schon verraten.

Ursprünglich wollten wir direkt in Forks übernachten, dafür hätten wir auch ein wirklich sehr, sehr einfaches Motel genommen. Auch schon teuer genug. Und, zumindest von den Fotos her, schon sehr einfach und alt. Aber Hauptsache sauber, ist da unsere Devise. Für eine Nacht wäre es ok gewesen.

Da wir aber immer mit kostenloser Stornooption vorbuchen, schauen wir natürlich, ob es nicht etwas anders gibt. Und was soll ich sagen?

Plötzlich gab es ein Angebot etwa 20 Minuten von Forks entfernt am Strand La Push. Für einen "günstigeren" Preis als das einfache Motel in Forks. Wir werden also heute in einem kleinen Studio fast direkt am Pazifik mit Blick aufs Meer schlafen im Quileute Oceanside Resort (330 Ocean Drive, La Push, WA 98350) und zahlen für die eine Nacht ohne Frühstück trotzdem noch umgerechnet 130€.

 

Und so besuchen wir La Push nicht nur, wir schlafen sogar dort! Das Resort liegt im Reervat der Quieute und wird auch von ihnen betrieben. Es gibt hier kein Internet, keinen Telefonempfang und auch keinen Fernseher. Ok, wir haben uns dafür ein paar Filme aufs Zablet geschmissen, so ganz ohne einschlafen ist nichts für uns.

 

Wir haben den Besuch echt genossen. Ein tolles Zimmer, der Ausblick unbezahlbar und unser Strandspaziergang endete mit einem grandiosen Sonnenuntergang. Ok, dafür wurde es dann acuh richtig kühl und wir haben uns den Hintern abgefroren. Aber der Anblick war es wert.

 

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